Millionen-Exit: Deutsches Cloud-Data-Startup doctape geht an Atlassian

Der deutsche Archivierungsdienst doctape wurde an Atlassian verkauft. Die Verkaufssumme wird auf 7,5 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Dienst wird eingestellt.

Das hannoversche Startup doctape wird Teil der Atlassian-Familie und startet ein nächstes großes Kapitel in der noch jungen Firmengeschichte. Nachdem der Archivierungsdienst 2012 aus der geschlossenen Betaphase trat, hat sich doctape bereits zwei Jahre später einen Namen in San Francisco gemacht. In der kalifornischen Stadt haben die Gründer in den vergangenen Monaten ihre Gespräche mit Atlassian geführt. Nach Schätzungen von Branchen-Insidern dürfte der Kaufpreis bei knapp unter 7,5 Millionen US-Dollar liegen.

Atlassian hat mit doctape und dem doctape-Team großes Experten-Knowhow im Bereich Cloud-Storage und Usablity erworben. Insofern die doctape-Basistechnologien in den kommenden Veröffentlichungen von Atlassian-Produkten angewendet werden, können sich die Nutzer von Jira, Confluence und HipChat auf besseres Datenhandling und eine optimierte Usability bei der Integration von Bildern, Videos und Daten freuen.

Die Macher von doctape haben sich in einer Ankündigung zudem direkt an die Nutzer gerichtet, die in den kommenden Tagen mit der Schließung des Dienstes rechnen müssen. So schreiben die Verantwortlichen, dass bestehende Dienste und Apps zum 25. November eingestellt und dass die Anmeldung neuer Nutzer sowie die Aktualisierung auf kostenpflichtige Pro-Accounts deaktiviert werden. Nutzer des doctape-Angebotes können mit einer integrierten Backup-Funktion sämtliche gespeicherte Dateien über die Web-Oberfläche exportieren.

doctape-Gründer bedanken sich bei ihren Nutzern und raten zu Alternativen

In einigen persönlichen Worten bedankt sich das Team zudem für das große Vertrauen in den Dienst und gibt bekannt, dass bisher und auch in Zukunft keine Nutzerdaten verkauft oder weitergegeben werden. Als kleinen Service empfiehlt doctape seinen Nutzern zudem einige alternative Dienste, denen sie ihr Vertrauen aussprechen – Dropbox, Box und OneDrive.

Doctape bot seinen Nutzern die Möglichkeit, persönliche und geschäftliche Dokumente jeder Art in der Cloud zu archivieren, zu organisieren und zu teilen. Dabei wurden alle Medienformate direkt umgewandelt, sodass Nutzer ihre Fotos, Videos und Audiofiles ohne die Installation einer lokalen Software direkt ansehen konnten.

Quelle

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