Häufigere Akquisitionen führen zu höherer Rendite

Laut einer aktuellen Studie verbessert sich die Marktposition von Unternehmen entsprechend der Häufigkeit ihrer Akquisen. Bereits die häufige Ankündigung von M&A-Transaktionen führt sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäufer seite zu
höheren Aktienrenditen. Zudem schneiden Unternehmen, die mit ihrem M&A-Portfolio eine klare Strategie verfolgen, am Markt deutlich besser ab.

Unternehmen verbuchen im Vergleich zum Markt deutlich niedrigere Aktienrenditen, wenn sie keine M&A¬Transaktionen ankündigen – egal ob Kauf oder Verkauf, dashaben nun der Secure Collaboration- und Content Management-Anbieter Intralinks und die Cass Business School der City University London in einer gemeinsamen Studie, in der die M&A-Aktivitäten von über 25.000 globalen Unternehmen über einen Zeitraum von 20 Jahren untersucht wurden, herausgefunden.

Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Studien, die die Auswirkungen einzelner Transaktionen mit kürzerer Projektdauer beobachten, belegen die neuen Ergebnisse, dass sich die Marktposition der Unternehmen entsprechend der Häufigkeit ihrer Akquisen verbessert. Eine begrenzte Anzahl von Desinvestitionen führt ebenfalls zu überdurchschnittlicher Wertentwicklung im Markt. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass Unternehmen mit einem ausgewogenen strategischen M&A-Portfolio-Management-Programm – mindestens eine Akquise pro Jahr sowie ein bis zwei Desinvestitionen alle drei Jahre – zu insgesamt höheren Renditen tendieren.

„Wissenschaftliche Studien zu Shareholder Value aus Fusionen und Übernahmen kamen bisher meist zum Schluss, dass sich Transaktionen für die übernommenen Unternehmen sehr positiv und für die Käufer eher negativ auswirken. Dies ist die erste globale Studie, die den Effekt von Fusionen und Übernahmen auf die Leistung der Unternehmen im Kontext ihrer gesamten M&A-Aktivitäten über einen längeren Zeitraum analysiert“, kommentiert Phillip Whitchelo, Vice President Strategy and Product Marketing bei Intralinks. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Beziehung zwischen M&A-Aktivitäten und Shareholder Value komplexer ist, als bisher angenommen. Außerdem zeigen sie, dass Unternehmen, die mit ihrem M&A-Portfolio eine klare Strategie verfolgen, deutlich besser als der Markt und ihre Mitbewerber abschneiden können.“

Dabei schneiden Unternehmen in Zeiträumen, in denen sie keine M&A-Transaktionen bekannt geben (sei es Kauf oder Verkauf ), schlechter ab als der Markt und deutlich schlechter als Unternehmen, die im selben Zeitraum ein bis zwei Transaktionen bekannt geben: Die Aktienrendite von inaktiven Unternehmen liegt 1,5% pro Jahr niedriger als der Gesamtmarkt und 3,2% pro Jahr niedriger als bei Unternehmen, die ein bis zwei Transaktionen bekanntgeben.

Betrachtet man nur die Akquisen, übertreffen Unternehmen den Markt entsprechend der Häufigkeit ihrer Akquisen. In Zeiträumen mit ein bis zwei Akquisen erzielen sie ein um 0,1% besseres Ergebnis als der Markt – in Zeiträumen mit drei bis fünf Akquisen übertreffen sie den Markt um 2%, Zeiträumen mit sechs oder mehr Akquisen sogar um 3,4%. Besonders junge Unternehmen übertreffen den Markt, wenn sie häufige Akquisen bekannt geben: In der Regel schneiden Unternehmen in den ersten drei Jahren nach der Börsennotierung um 5,6% pro Jahr schlechter als der Markt ab. Wenn diese jungen Unternehmen in dieser Zeit jedoch sechs oder mehr Übernahmen mitteilen, entwickeln sie sich um 3,8% pro Jahr besser als der Markt.

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