Medical Valley EMN erhält Millionenförderung

Für den geplanten Aufbau eines „internationalen Innovationssystems der Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft“ hat das Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) als einer von elf Gewinnern im Rahmen der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ den Zuschlag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bekommen. In den nächsten fünf Jahren fließen bis zu vier Millionen Euro Förderung in die Region. Ziel des Projekts ist es, bereits etablierte strategische internationale Partnerschaften des Spitzenclusters mit den Regionen Boston (USA), Hongkong (China) und Porto Alegre (Brasilien) auszubauen und weiterzuentwickeln. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in der Region sollen von dieser Maßnahme profitieren.
„Der Ausbau der internationalen Vernetzung auf Forschungs- und Entwicklungsebene ist für uns die konsequente Weiterentwicklung des Spitzenclusters Medical Valley EMN, um für kleine und mittlere Unternehmen unserer Region international Wachstumspotenziale zu erschließen“, so Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Vorstandsvorsitzender des Medical Valley EMN e. V. Diese Auffassung deckt sich mit der Hightech-Strategie des Bundes: „Deutschland soll Weltspitze beim Export von Hightech-Gütern bleiben“, begründete Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka die Förderung von Internationalisierungsmaßnahmen. Sie wird am 30. Juni die ausgewählten Projekte im Rahmen der 3. Internationalen Clusterkonferenz des BMBF prämieren.Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Vorstandsmitglied im Medical Valley EMN, wertet den Zuschlag des BMBF als ein weiteres Signal dafür, dass sich die Region mit ihrem Spitzencluster in Sachen Medizintechnik längst als das Vorzeigeprojekt der Bundesregierung etabliert hat – national wie auch international. Durch sein Zentralinstitut für Medizintechnik (ZiMT) habe sich die FAU über die internationale Medizintechnik-Themenkampagne des BMBF, das European Institute of Innovation and Technology for Health (EIT Health) und die engen Kontakten nach Brasilien und anderen zentralen Zielregionen ein hervorragendes Netzwerk erarbeitet. „An der FAU ist die Medizintechnik einer von acht interdisziplinären und profilbildenden Wissenschaftsschwerpunkten“, so Hornegger. „Forscherinnen und Forscher aus zehn Sonderforschungsbereichen, fünf DFG-Forschergruppen, vier Stiftungsprofessuren sowie zahlreiche interdisziplinäre Forschungszentren und Graduiertenkollegs widmen sich an der Universität medizintechnischen Themen. Dieser Erfolg ist zu einem großen Teil ihr Verdienst – und bestätigt der FAU international wettbewerbsfähige Spitzenleistung. Darauf können wir stolz sein.“Internationale Communities ausbauen
Die Ausbildung der Internationalisierungsstrategie des Medical Valley EMN erfolgt seit 2011 in enger Abstimmung mit den Cluster-Partnern. Zentrales Anliegen ist es, vor allem Start-ups und KMUs den Zugang zu internationalen Schlüsselmärkten zu erleichtern und ihr Wachstumspotenzial zu steigern. Dabei helfen sollen der Aufbau eines Innovationsfonds mit bis zu 100 Millionen Euro, die Definition von Maßnahmen zur Stärkung der Entrepreneurship-Kultur im Medical Valley EMN sowie die Etablierung eines Accelerator-Programms von internationalen Communities of Practice und FuE-Projekten. Dazu möchte das Medical Valley EMN perspektivisch 20 Start-ups bei ihrer Ausgründung begleiten, 20 KMUs im Rahmen des Accelerator-Programms unterstützen und 40 KMUs bei ihrer Etablierung auf internationalen Märkten betreuen. Des Weiteren sollen fünf „Communities of Practice“ aufgebaut und Forschungsprojekte mit einem Investitionsvolumen von bis zu zwölf Millionen Euro angebahnt werden.

(Quelle)

Menü