Studierende produzieren Propellerflugzeug

Heilbronn, Juli 2015. In diesem Semester meisterten 16 Studierende des Bachelorstudiengangs Produktion und Prozessmanagement die Aufgabe, in knapp vier Monaten ein propellergetriebenes Flugobjekt zu entwickeln und in Kleinserie herzustellen. Stolz präsentierten sie nun bei der Abschlussveranstaltung des im sechsten Studiensemester stattfindenden Lernprojekts „Lernfabrik“ ein sich auf einem Fuß horizontal drehendes Flugzeug. Der Aufgabenstellung entsprechend verfügt das Flugzeug über einen kleinen Plastikpropeller der mittels einer Batterie angetrieben wird. Die Bewegung des Propellers sorgt wiederum dafür, dass das Flugzeug, auf der Standvorrichtung gelagert, horizontale Kreise zieht.
Im Rahmen der „Lernfabrik“, die in diesem Semester bereits in die achte Runde ging, erarbeiten die Studierenden als fiktive Produktionsfirma „HHN Parts and Products“ jedes Semester unter nahezu realen Bedingungen eine Produktionsaufgabe. Die Aufgabe der Konstruktion und Fertigung des propellergetriebenen Flugobjekts lösten die Studierenden, indem sie sich selbständig in sechs Teams formierten, die die Abteilungen Projektmanagement, Entwicklung, Einkauf und Finanzen, Qualitätsmanagement, Fertigung und Montage bildeten. Insgesamt hatten die Studierenden für die Aufgabe 15 Wochen Zeit, durften ein Budget von 1.500 Euro nicht überschreiten und mussten bestimmte funktionale und technische Vorgaben einhalten. Mit einer serienreifen Konstruktion aus Aluminium und Nussbaumholz gelang es den Studierenden die Aufgabe mit allen Vorgaben zu bewältigen und ein hochwertiges Produkt herzustellen.

Lernen fürs Leben in einer besonderen Lehrveranstaltung
Nicht nur die fachlichen Fähigkeiten der Studierenden, so etwa in Physik und Konstruktionslehre, sind in der „Lernfabrik“ gefordert, sondern auch Soft-Skills wie Organisation und Kommunikation. „Insbesondere habe ich im zwischenmenschlichen Bereich viel dazugelernt: So etwa wie man sinnvoll Teams zusammenstellt, wie man in der Gruppe zu demokratischen Entscheidungen kommt und auch welche Entscheidungen überhaupt in einem zeitlich und finanziell eng gesteckten Produktionsprozess demokratisch getroffen werden können“, berichtet Kevin Feriz-Pavlic. Der 23-Jährige Studierende und war Teil des Teams Entwicklung.
„Unsere Studierenden haben mit dieser einzigartigen Lehrveranstaltung die Möglichkeit, modernste Prozessmanagement-Methoden nicht nur in der Theorie kennenzulernen, sondern sogleich im Projekt auch anzuwenden – das sind essenzielle Erfahrungen, die ihnen als Absolventen den Berufseinstieg erleichtern“, so Prof. Dr. Patrick Balve, Mitinitiator der „Lernfabrik“ und Leiter des Bachelorstudiengangs Produktion und Prozessmanagement.

Gut besuchte Abschlussveranstaltung
Im Publikum der Abschlussveranstaltung der „Lernfabrik“ in diesem Semester war neben Alumni des Studiengangs, Vertretern von Unternehmen und Fachverbänden auch eine Schuldelegation mit 20 Schülern der 10. Klasse des Heilbronner Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums. Im Centrum für Technische Prozesse (CTP) der Hochschule Heilbronn am Campus Sontheim konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur das Flugobjekt bestaunen, sondern im Gespräch mit den Studierenden an den Präsentationsständen der Abteilungsteams auch einen Einblick in die Inhalte des Bachelor-Studiengangs Produktion und Prozessmanagement erhalten.

Die Lernfabrik
Die Lernfabrik stellt eine projekt- und problembasierte Lernform im sechsten Semester des Bachelorstudiengangs Produktion und Prozessmanagement dar, bei der Eigeninitiative, Vernetzungs- und Selbstorganisation der Studierenden in besonderer Weise gefordert und gefördert werden. Weitere Informationen über die Lernfabrik und den Studiengang Produktion und Prozessmanagement unter www.hs-heilbronn.de/ppm und http://www.hs-heilbronn.de/lernfabrik.

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