Bahnbrechende Innovationen mit einem einzigen Tropfen Blut und einem Reifenventil

Das EPFL Spin-off Lucentix und Sport Components AG aus Zürich gewinnen je 130‘000 Franken Startkapital

Das EPFL Spin-off Lucentix und das Zürcher Startup Sport Components AG sicherten sich jeweils 130’000 Franken Startkapital am Venture Kick Finale. Lucentix entwickelt eine neue Biosensor-Technologie, die eine günstige und schnelle Patienten-Selbstkontrolle bei unterschiedlichen Erkrankungen ermöglichen soll. Sport Components AG bietet ein schnelles und einfaches Mess- und Nachfüllsystem für schlauchlose Mountainbikes und konnte diesen Sommer bereits eine Vertriebspartnerschaft mit einem US-Unternehmen abschliessen.
Sich selbst den Blutzucker überall und jederzeit messen zu können, ist für Diabetiker eine Selbstverständlichkeit. Bei vielen anderen Erkrankungen benötigt man heute noch ein Diagnostiklabor, geschultes Personal und teure Ausrüstung, um Informationen über den Gesundheitszustand von Patienten zu erhalten. Dies könnte sich durch eine innovative Biosensor-Technologie des EPFL Spin-offs Lucentix bald ändern.

Schneller und günstiger: Neue Technologie ermöglicht Patienten-Selbstkontrolle
Lucentix entwickelt eine neue Biosensor-Technologie, welche Patienten gesundheitsrelevante Angaben aus einem einzigen Tropfen Blut oder Speichel schnell und einfach zur Verfügung stellen kann. Ein kostengünstiges Handgerät liefert dabei hochwertige Ergebnisse in Laborqualität und das in wenigen Minuten. Als erste Anwendung plant das Lausanner Startup die Entwicklung einer Selbstkontroll-Anwendung für Patienten, die an Phenylketonurie leiden – eine der häufigsten angeborenen Stoffwechselstörungen, die das Gehirn schädigen kann.
«Das Beste an Venture Kick ist der äusserst pragmatische und zielorientierte Ansatz. Es geht nicht um das Erlernen von MBA-Techniken, sondern darum, die richtigen Fragen zu stellen und um dich fit im unternehmerischen Handeln zu machen. Das nächste Ziel von Lucentix ist nun, die Entwicklung des Phenylketonurie Selbstkontroll-Systems abzuschliessen und an Patienten zu testen», sagt der Mitgründer, Rudolf Griss.

Pannenfrei dank Zürcher Bike-Innovation
Die Idee für das Zürcher Startup Sport Components AG entstand auf einer Mountainbike-Tour in den USA aufgrund eines platten Reifens bei einem hochmodernen schlauchlosen Velo. Da dieses Problem häufiger bei sogenannten Tubeless-Reifen vorkommt, beschloss der Produktentwicklungs-Ingenieur von der ETH Zürich und begeisterte Mountainbiker Pius Kobler, etwas dagegen zu unternehmen und entwickelte milKit – ein schnelles und einfaches Mess- und Nachfüllsystem, bei dem der Reifen nicht abmontiert werden muss. Gemeinsam mit dem ebenfalls leidenschaftlichen Mountainbiker und erfahrenen Unternehmer Sven Rizzotti gründete er die Firma Sport Components AG Anfang 2015. Ihr Ziel ist es, das Leben von Mountainbikern und anderen Sportlern mit innovativen Produkten einfacher zu machen und ein führender Sportzubehör-Anbieter zu werden.

Bereit den nordamerikanischen Markt zu erobern
«Die Zeit bei Venture Kick war extrem motivierend und herausfordernd. Das Wichtigste für uns waren die Feedbacks und Inputs der Experten», so Pius Kobler. Sven Rizzotti fügt hinzu: «Nicht nur die finanzielle Unterstützung, sondern auch das mitgenommene Know-how und die Motivation in den «kickers camps», lassen eine gute Idee am Ende auch Wirklichkeit werden». Neben dem aktuellen Venture Kick Gewinn reiste Pius Kobler im Juni 2015 mit der Schweizer Startup Nationalmannschaft nach Boston und New York. Während des zehntägigen Business-Development-Trips konnte er bereits einen Vertriebspartner in den USA gewinnen und ist nun bereit den nordamerikanischen Markt mit seinem innovativen Produkt zu erobern.

Über Venture Kick
Seit der Lancierung von Venture Kick, einer Initiative der Venture Kick Stiftung, im September 2007 profitierten 375 Gründerprojekte von 14,85 Millionen Franken Startkapital. Die unterstützten Jungunternehmen schufen bisher 3‘038 hoch-qualifizierte Arbeitsplätze und erhielten ein Finanzierungsvolumen von rund 602 Millionen Franken. Von den TOP 100 Startups der Schweiz starteten 58 ihre Unternehmerkarriere bei Venture Kick, darunter alleine acht in den TOP 10: InSphero, L.E.S.S., Abionic, HouseTrip, QualySense, Bcomp, Climeworks und Dacuda. Die Resultate zeigen, dass die Schweizer Wirtschaft stark von dem Venture Kick Ansatz profitiert.

Anzahl an Spin-offs verdoppeln
Venture Kick zielt auf die Identifizierung, den Support und die Promotion von vielversprechenden Geschäftsideen mit einer klaren Vision: Die Anzahl an Spin-offs von Schweizer Hochschulen zu verdoppeln und die Attraktivität der Startups gegenüber nationalen und internationalen Investoren zu erhöhen. Dank Venture Kick lernen angehende Unternehmerinnen und Unternehmer, wie sie Kunden gewinnen und schneller Investoren überzeugen können. Sie profitieren zusätzlich von Business-Development-Workshops und einem weitreichenden Netzwerk. Teilnahmeberechtigt sind Studierende, Forschende oder Professoren und Professorinnen von Schweizer Hochschulen, welche mit ihrer innovativen Geschäftsidee eine Firma gründen wollen.
Venture Kick ist ein wettbewerbsorientiertes Programm: Monatlich bekommen acht Startup-Projekte die Chance, sich vor einer Jury zu präsentieren. Vier Gewinner erhalten je 10‘000 Franken und qualifizieren sich drei Monate später für die zweite Runde. Dort gewinnen zwei Teams je 20‘000 Franken. Diese machen in der dritten Runde sechs Monate später den Hauptpreis von 100‘000 Franken unter sich aus. Venture Kick, eine Initiative der Venture Kick Stiftung, wird finanziert durch: Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, OPO-Stiftung, Fondation ProTechno, Fondation Lombard Odier, Debiopharm Group, André Hoffmann, Hansjörg Wyss und Martin Haefner.

www.venturekick.ch

(Quelle)

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