High-Tech Gründerfonds investiert in COREDINATE GmbH

Um die Arbeit in der Sicherheitsbranche zu dokumentieren, war bisher spezielle und hochpreisige Hardware erforderlich. Durch traditionelle Systeme waren hohe Folgekosten im Backoffice üblich, da die Daten erst aufbereitet werden mussten. Mit dem vom Uffenheimer Startup COREDINATE GmbH entwickelten System genügt künftig ein Smartphone. Damit entfällt die aufwändige Datenbeschaffung. In diese innovative Lösung für Sicherheitsdienste steigt nun der High-Tech Gründerfonds ein und wird dabei von BayernKapital sowie einem Konsortium aus Business Angels begleitet.

Sicherheitsdienste verwenden spezielle Hardware, sogenannte „Wächterkontrollsysteme“, mit denen der Wachmann seine Anwesenheit an wichtigen Stellen des Unternehmens durch Scannen eines Kontrollpunkts dokumentiert. Diese Geräte haben über die reine Dokumentationsfunktion hinaus keine weiteren unterstützenden Mehrwerte, sind kostenintensiv in der Anschaffung und müssen meist manuell ausgelesen werden.
COREDINATE hingegen macht aus einem normalen Smartphone nicht nur ein vollwertiges Wächterkontrollsystem – weitere Module wie Jobverwaltung, Ereigniserfassung oder Objektinfos unterstützen den Mitarbeiter zusätzlich bei seiner täglichen Arbeit. So können bestimmte Arbeitsaufträge nicht mehr vergessen oder vorgefallene Ereignisse direkt über das Smartphone erfasst und dem Kunden übermittelt werden.
„Mit COREDINATE haben wir zunächst viele Herausforderungen im eigenen Wachdienst gelöst“, sagt Sebastian Kulig, der zusammen mit seinem Bruder Michael die Geschäfte von COREDINATE führt und mit der Kulig Security GmbH & Co. KG über nunmehr fast 25 Jahre Erfahrung im Sicherheitssektor verfügt. „Sehr schnell wurde uns dann aber bewusst, dass von dieser Lösung die ganze Branche profitieren kann“. Was folgte war die Ausgründung der Idee in die COREDINATE GmbH im August 2014. Seither konnten schon zahlreiche Kunden im gesamten Bundesgebiet sowie in Österreich und der Schweiz gewonnen werden.
Mit dem nun zur Verfügung stehenden Kapital soll die Qualität der Software ausgebaut und der Vertrieb im In- und Ausland vorangebracht werden. Die Ausdehnung der Lösung auf artverwandte Branchen wie Reinigung und Wartung steht ebenfalls unmittelbar bevor.
„Das unternehmerische und branchenerfahrene Team hat eine praxisnahe Lösung entwickelt, die auf Bedarf beim Kunden trifft. Coredinate ersetzt veraltete Systeme erfolgreich mit einer benutzerfreundlichen und funktionsumfänglichen App, die die Kontrollfunktionen und Administrationen deutlich verbessert“, kommentiert Chiara Sommer, Investment Manager des High-Tech Gründerfonds die Finanzierung.

Über die COREDINATE GmbH
Coredinate ist eine Software-as-a-Service Applikation, die Servicebetriebe wie Sicherheitsdienste, Wartungsunternehmen oder Reinigungsfirmen ihre Arbeit effektiver und sicherer ausführen lässt und bei der Nachweisführung der erledigten Aufgaben unterstützt. Coredinate macht aus jedem NFC-fähigen Smartphone ein vollwertiges Wächterkontrollsystem und unterstützt den Mitarbeiter durch weitere Module wie Jobverwaltung, Ereigniserfassung oder Objektinfos. Die COREDINATE GmbH hat ihren Sitz im mittelfränkischen Uffenheim, zwischen Würzburg und Nürnberg. Die Ressorts Finanzen und Vertrieb teilen sich die Geschäftsführer Michael und Sebastian Kulig, während der technische Part durch den Entwicklungschef Konstantin Krassmann abgedeckt wird. Insgesamt besteht das Team mittlerweile aus sieben Mitarbeitern. Zu den Investoren zählt BayernKapital sowie der High-Tech-Gründerfonds. www.coredinate.de

Über Bayern Kapital
Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet derzeit zehn Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 340 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital fast 200 Millionen Euro Beteiligungskapital in rund 230 innovative technologieorientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Medizintechnik, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. So sind in Bayern fast 5000 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen.

Über den High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 500.000 Euro; insgesamt stehen bis zu zwei Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Bankengruppe sowie die 18 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 576 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 304 Mio. EUR Fonds II).
www.htgf.de

(Quelle: High-Tech Gründerfonds)

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