Aachener Start-Up-Unternehmen gewinnt Entwicklerwettbewerb in Japan

Das Aachener Start-Up-Unternehmen bitstars hat mit seiner Web-Plattform holobuilder.com in Tokio den Entwicklerwettbewerb des japanischen Technologieanbieters RICOH gewonnen. holobuilder überzeugte durch die Möglichkeit, mit einer von RICOH entwickelten Spezialkamera erstellte 360-Grad-Aufnahmen zu virtuellen Präsentationen mit zusätzlichen 3D-Elementen zusammenzufügen. bitstars setzte sich gegen die starke weltweite Konkurrenz von 72 Teilnehmern und 173 eingereichten Projekten durch.

Das Aachener Start-Up-Unternehmen bitstars hat mit seiner Web-Anwendung holobuilder.com in Tokio den Entwicklerwettbewerb des japanischen Technologieanbieters RICOH gewonnen. Dieser hatte in Zusammenarbeit mit dem YRP Ubiquitous Networking Laboratory Interessierten aus der ganzen Welt die Möglichkeit geboten, sich mit ihren Anwendungen oder Geräten zu bewerben. Voraussetzung war, dass sie die Nutzung der RICOH THETA Spezialkamera für 360-Grad-Panoramafotos um neue Möglichkeiten erweitern oder sie vereinfachen.

Das Spin-Off der RWTH Aachen University konnte sich mit holobuilder, einem Tool das unter anderem zur Kombination von 360-Grad-Panoramabildern mit 3D-Elementen eingesetzt werden kann, gegen starke Konkurrenz aus 15 Ländern durchsetzen. Diese stammte unter anderem aus den Hochburgen der Technologiegründungen, wie dem Silicon Valley, Tel Aviv oder natürlich Japan selbst. Auch deutsche Mitstreiter aus Berlin finden sich unter den 72 Teilnehmern, die insgesamt 173 Beiträge einreichten.

„holobuilder erhielt den Hauptpreis für seine Realisierung mit offenen Komponenten, den Grad der Perfektion und gleichermaßen für seine Anwendbarkeit“, so das Jurymitglied Ken Sakamura, Professor der Interfakultären Initiative in der Informationswissenschaft an der Universität von Tokio.

Das Leitmotiv des gesamten Wettbewerbs war “Innovation“ und die Preise wurden auf der Grundlage der Bewertungskriterien Kreativität (Originalität), Zukunftsaussichten (Potenzial, Erweiterbarkeit) und Nutzen (Zweckmäßigkeit) vergeben.

„holobuilder ermöglicht das Hinzufügen von Markierungen und Kommentaren zu RICOH-THETA-Fotos. Eine derartige Funktion ist für 2D-Bilder üblich. Aber die Vision der Einbeziehung der Funktion für die Handhabung sphärischer Fotos, darüber hinaus das Gefühl der Anbringung von stereoskopischen Markierungen im Raum, ist innovativ. Ich fühle das Potenzial in dieser Richtung“ führte Sakamura weiter aus.

Dabei sind die mit dem RICOH-THETA-Modell „m15“ aufgenommenen Bilder allein ein noch neues, innovatives Phänomen, das sich wachsender Beliebtheit erfreut. Für jedes Foto nimmt die sphärische Kamera mit ihren sogenannten „Fischaugenlinsen“ auf beiden Gehäuseseiten jeweils einen Bereich von 180 Grad auf. Diese werden dann sofort im Inneren des Geräts zusammengefügt, sodass ein allumfassendes 360-Grad-Bild, eine sogenannte „Fotosphäre“, entsteht. Dieser automatisierte Prozess ist das Alleinstellungsmerkmal der Kamera, da das Aufnehmen und Zusammenfügen verschiedener Bilder zu einem Kugelpanorama normalerweise ein sehr aufwändiges und zeitintensives Unterfangen darstellt. Bei der RICOH-THETA-Kamera entsteht es hingegen in Sekunden, vollautomatisch mit einem Knopfdruck.

Importiert in eine Anwendung wie holobuilder, bietet sich im Anschluss die Möglichkeit, sich im Bild in allen Himmelsrichtungen umzusehen, wodurch der Eindruck entsteht, sich tatsächlich vor Ort in der aufgenommenen Szene zu befinden. Wird diese dann noch mit 3D-Modellen, Texten und Symbolen erweitert, eröffnen sich vielfältige, neue und innovative Möglichkeiten für beeindruckende Erlebnisse in der virtuellen Realität. Vom Rundgang durch die schönsten Orte des letzten privaten Urlaubs bis hin zum professionellen Rundgang durch die zukünftige Wohnung, die mit den 3D-Modellen der gewünschten Möbel virtuell eingerichtet wurde, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Umsetzung erfolgt auf holobuilder.com direkt im Web-Browser, ohne dass zusätzliche Programme installiert werden müssen. Im Anschluss können die erstellten Ergebnisse, die von den Erfindern „holos“ getauft wurden, auf jedem Endgerät betrachtet werden. Auch auf Tablet oder Smartphone, wenn gewünscht sogar mit entsprechendem Modus in einer Virtual-Reality-Brille wie Google Cardboard. Eingebaute Funktionen zur Verbreitung auf sozialen Netzwerken oder Einbindung in eigene Webseiten runden das Angebot ab.

Für dieses Gesamtkonzept wurde holobuilder mit dem „Grand Prize“ ausgezeichnet und in einer feierlichen Zeremonie im nationalen Museum für Zukunftsforschung und Innovation (Aomi, Koto-ku, Tokio) hat RICOH Vorstandsvorsitzender Shiro Kondo selbst den Preis an bitstars CEO Mostafa Akbari übergeben. Über ein Preisgeld in Höhe von 1.000.000 Yen (ca. 7.500 Euro) und einen Extra-Preis durfte er sich ebenfalls freuen.
Über bitstars
bitstars ist ein Spin-Off der RWTH Aachen und High-Tech-Unternehmen mit Fokus auf Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen. 2012 in Aachen, Deutschland gegründet hat sich das Unternehmen als einer der führenden Anbieter von Augmented-Reality-Technologie für mobile Endgeräte etabliert. Die preisgekrönte Webplattform holobuilder.com zur Erstellung individueller Virtual-Reality-Inhalte mit 3D-Elementen vervollständigt das Portfolio von Cutting-Edge-Technologie.
(Quelle: bitstars GmbH)

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