Zwei Zürcher Medtech- Startups räumen am Venture Kick Finale je 130’000 Franken ab

ZuriMED, ein Spin-off der Universitätsklinik Balgrist und das Zürcher Startup Ava sind die neuen Venture Kick Gewinner, die sich über ein Startkapital von jeweils CHF 130‘000 freuen dürfen. Pascal König, der Gründer von Ava, entwickelt mit seinem Team ein intelligentes Armband, das Paaren mit Kinderwunsch helfen soll und gab gerade die Eröffnung einer Zweigstelle in den USA bekannt. Das Team von ZuriMED revolutioniert hingegen mit einem neuen Implantat die herkömmlichen Operationsmethoden bei vorderen Kreuzbandrissen.
In den letzten Jahrzehnten ist das Durchschnittsalter von Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes deutlich gestiegen. Allerdings sinkt die Chance auf eine Schwangerschaft mit zunehmenden Alter drastisch, 50% der Frauen zwischen 35 und 39 Jahren haben daher vermehrt Schwierigkeiten schwanger zu werden. Obwohl Fruchtbarkeits-Apps und temperaturbasierte Zyklus-Tracking-Geräte boomen, sind diese Lösungen umständlich zu bedienen und oftmals unzuverlässig, um den Eisprung vorherzusagen. Das junge Medtech-Startup Ava ist auf dem besten Weg mit ihrer innovativen Entwicklung Abhilfe zu schaffen.
Mit einem Armband die Chance auf eine Schwangerschaft steigern Ein Armband, das über Bluetooth mit einer Mobile-App verbunden ist, misst in der Nacht alle Parameter, die eine sichere Bestimmung des Eisprungs voraussagen und so Paaren beim richtigen Timing helfen kann. Die Sicherheit und die Anonymität der Daten ist dank eines leistungsstarken Backend-Systems gewährleistet.

Eine Zweigstelle in den USA und eine erste millionenschwere Finanzierungsrunde
Bereits einige Monate nach der Teilnahme von Avas CEO Pascal König an dem venture leaders US Programm, verzeichnet das Startup einen Wachstumsschub in den USA und eröffnet im Herbst 2015 eine Zweigstelle in San Francisco. Als Gewinner der Swisscom StartUp Challenge wird Pascal König darüber hinaus für einen Business Development Trip ins Silicon Valley reisen. «Venture Kick half uns dabei, dass wir uns auf unsere Schlüsselkompetenzen fokussieren und zeitgleich einen schnellen Marktaufbau erzielen konnten», erklärt Pascal König. «Wir schliessen gerade erfolgreich unsere erste Finanzierungsrunde ab und die Inverstoren waren sehr beeindruckt, über das, was wir bisher erreichen konnten. Entscheidend dabei war die Unterstützung von Venture Kick.»

Schnelleres Verheilen, weniger postoperativer Schmerz
Obwohl ein Riss des vorderen Kreuzbands die häufigste klinisch relevante Knieverletzung ist und jedes Jahr allein in der Schweiz mehr als 6000 Menschen diese Verletzung erleiden, sind die Ergebnisse der zahlreich vorhandenen Behandlungsmethoden häufig nicht zufriedenstellend. Oft leiden die Patienten auch nach der Behandlung unter starken Schmerzen oder an einer langsamen Heilung. Ein neues Implantat des Spin-offs der Universitätsklinik Balgrist, ZuriMED, könnte dies bald ändern. Das sogenannte BTB-Conversion-Kit, das sich die Vorteile existierender Operationsmethoden zu Nutze macht und gleichzeitig deren Nachteile eliminiert, beruht auf einer Kombination fortschrittlicher Biomaterialien, welche die Einheilung des Transplantates beschleunigen, ein besseres Einwachsen ermöglichen und die Rehabilitationszeit verkürzen. Um eine Marktzulassung zu erhalten, sicherte sich das ZuriMED Team kürzlich eine Finanzierungsrunde in Höhe von CHF 1,5 Millionen.
«Die Hilfe von Venture Kick war beim erfolgreichen Aufbau unseres Startups von Anfang an enorm und dank des weitreichenden Venture Kick Netzwerkes fanden wir unseren jetzigen Mentor», äussert sich Dr. Xiang Li, CEO von ZuriMED, begeistert. In diesem Jahr war er ebenfalls Teil der Schweizer Startup Nationalmannschaft, die in Boston und New York ihre innovativen Projekte vorstellten.

Über Venture Kick
Seit der Lancierung von Venture Kick, einer Initiative der Venture Kick Stiftung, im September 2007 profitierten 387 Gründerprojekte von 15,49 Millionen Franken Startkapital. Die unterstützten Jungunternehmen schufen bisher 3‘500 hoch-qualifizierte Arbeitsplätze und erhielten ein Finanzierungsvolumen von rund 700 Millionen Franken. Von den TOP 100 Startups der Schweiz 2014 starteten 58 ihre Unternehmerkarriere bei Venture Kick, darunter alleine acht in den TOP 10: InSphero, L.E.S.S., Abionic, HouseTrip, QualySense, Bcomp, Climeworks und Dacuda. Die Resultate zeigen, dass die Schweizer Wirtschaft stark von dem Venture Kick Ansatz profitiert.

Anzahl an Spin-offs verdoppeln
Venture Kick zielt auf die Identifizierung, den Support und die Promotion von vielversprechenden Geschäftsideen mit einer klaren Vision: Die Anzahl an Spin-offs von Schweizer Hochschulen zu verdoppeln und die Attraktivität der Startups gegenüber nationalen und internationalen Investoren zu erhöhen. Dank Venture Kick lernen angehende Unternehmerinnen und Unternehmer, wie sie Kunden gewinnen und schneller Investoren überzeugen können. Sie profitieren zusätzlich von Business-Development-Workshops und einem weitreichenden Netzwerk. Teilnahmeberechtigt sind Studierende, Forschende oder Professoren und Professorinnen von Schweizer Hochschulen, welche mit ihrer innovativen Geschäftsidee eine Firma gründen wollen.

Venture Kick ist ein wettbewerbsorientiertes Programm: Monatlich bekommen acht Startup-Projekte die Chance, sich vor einer Jury zu präsentieren. Vier Gewinner erhalten je 10‘000 Franken und qualifizieren sich drei Monate später für die zweite Runde. Dort gewinnen zwei Teams je 20‘000 Franken. Diese machen in der dritten Runde sechs Monate später den Hauptpreis von 100‘000 Franken unter sich aus. Venture Kick, eine Initiative der Venture Kick Stiftung, wird finanziert durch: Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, OPO-Stiftung, Fondation ProTechno, Fondation Lombard Odier, Debiopharm Group, André Hoffmann, Hansjörg Wyss und Martin Haefner.

www.venturekick.ch

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