Innovative Dialyse filtert bis zu 50 Prozent mehr Giftstoffe aus dem Blut heraus

Viele Substanzen, die im natürlichen Stoffwechsel eines Menschen anfallen, werden zu einem Gift für den Körper, vor allem, wenn ihre Konzentration im Blut ansteigt. Sind die Nieren krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage, Gifte herauszufiltern, bleibt für Patienten nur eine regelmäßige Blutwäsche, die Dialyse. Ein Teil der auszuscheidenden Giftstoffe bindet sich aber an Proteine. In dieser Form lassen sie sich mit keinem der bisher gängigen Dialyseverfahren herausfiltern. Jetzt ist es gelungen, toxische Substanzen von den Proteinen zu trennen, indem man sie durch ein Wechselstromfeld bestimmter Frequenz und Stärke leitet. Ist die Verbindung zwischen Toxin und Protein wieder aufgebrochen, lassen sich mittels herkömmlicher Dialysetechnik die Gifte aus dem Blut filtern und die Toxinbelastung eines Patienten senken. Mittlerweile hat ein internationaler Medizintechnikhersteller das Know-how erworben – im Verlauf des kommenden Jahres soll die Innovation in einer abschließenden klinischen Studie geprüft werden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Walter Zidek
Leiter der Medizinischen Klinik für Nephrologie und Endokrinologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Tel. +49 30 450 514 671
walter.zidek@charite.de

Presseveröffentlichung vom 21.09.2015

Quelle

Laser-basierte Operationen jetzt auch zur Behandlung von Weitsichtigkeit
Dauerhafte Datenspeicherung mit Licht

Ähnliche Beiträge

Menu