Verbesserte Genauigkeit der Protonentherapie

Mit der Protonentherapie lassen sich Tumoren gezielt schädigen, während das umliegende Gewebe geschont wird. Um die Sicherheit bei der Behandlung zu erhöhen, suchen Dresdner Forscher nach Methoden, um den Verlauf des Strahls in Echtzeit zu überwachen. Die Forscher setzen dabei auf einen grundlegenden physikalischen Effekt: Die Protonenstrahlen brauchen eine bestimmte Zeit, bis sie ihr größtes Zerstörungspotential erreichen. Bei der neuen Methode messen die Wissenschaftler deshalb die Zeitspanne zwischen dem Eintritt der Strahlen in den Körper und dem Aufleuchten der Gammastrahlung am Detektor. Weichen die gemessenen von den zuvor berechneten Zeitspektren ab, trifft der Strahl sein Ziel nicht genau genug und die Bestrahlung kann an die neuen Bedingungen angepasst werden. Um ihre Annahmen zu bestätigen, testeten die Forscher die Methode gemeinsam mit dem Weltmarktführer für Protonenstrahl-Therapieanlagen Ion Beam Applications (IBA).

Ansprechpartner:
Dr. Guntram Pausch
Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay
Tel. +49 351 458-7414
guntram.pausch@oncoray.de

Presseveröffentlichung vom 22.09.2015

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