Welche spannenden Startups oder Technologien bietet Deutschland?

Immer wieder hört man in der Branche die Frage, ob man in Deutschland denn wirklich genügend spannende Startups oder Technologien habe, bei denen sich ein Investment lohnen würde. Spotfolio hat dazu mal wieder ihre Datenbank durchforstet und möchte den Fokus auf einige Highlights werfen:

  • Anfang 2015 investiert die Bill und Melinda Gates Stiftung in die CureVac AG aus Tübingen. Das 2000 gegründete Biotechnologieunternehmen ist führend im Bereich der mRNA-basierten Technologieplattformen für die medizinische Anwendung. Auf Basis dieses Moleküls entwickelt CureVac neue Ansätze zur Behandlung von Krankheiten und zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Die Finanzierungsrunde, an der auch die BioTech Holding von Dietmar Hopp teilnahm, brachte 67 Mio. Euro.
  • Schon 2013 investierte Bill Gates in die deutsche ResearchGate, eine Vernetzungsplattform für Wissenschaftler. Die Runde soll 35 Mio. Dollar eingebracht haben.
  • Apple hat Gefallen an einem deutschen Hightech-Unternehmen namens Metaio gefunden und es im Mai kurzerhand erworben. Das 2003 gegründete ehemalige Startup aus München verfügt über eigene Patente und hat bereits eine Niederlassung in der Nähe von San Francisco.
  • Diesen Monat nun beteiligte sich Google an der DFKI GmbH, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Das DFKI ist damit das bislang einzige Forschungsunternehmen in Europa, an dem sich Google durch eine Kapitaleinlage und einen Sitz im Aufsichtsrat als Industriegesellschafter beteiligt.

Das InnovationsManager-Magazin des F.A.Z.-Fachverlags Frankfurt Business Media berichtet in seiner September-Ausgabe, dass deutsche Unternehmen es verstehen, die Verbindung bestehender Technologien mit neuen Ideen zu verbinden und so wirkliche Innovationen zu schaffen. Die USA entwickeln dagegen keine echten Innovationen, sondern nur Ideen. Diese Aussagen stammen von Dan Breznitz, einem Professor für Innovationsforschung von der Universität von Toronto. Das Einkaufsverhalten der Amerikaner auf dem deutschen Markt scheint das zu bestätigen. Aber auch wenn sie Schwächen bei der Schaffung von echten Innovationen haben sollten, so verfolgen sie doch immerhin klare Strategien und beschaffen sich die Bausteine dafür u. a. in Deutschland. Der USA-Korrespondent des Spiegel, Thomas Schulz, schreibt in seinem neuen Buch „Was Google wirklich will“: „Die Frage, wie man sich strukturiert und organisiert, spielt für Google eine viel größere Rolle als die Frage, welches Produkt man am Ende entwirft.“ Google gehe es um die langfristige Führung bei Innovationen und Effizienz.

Offenbar gibt es genug spannende Player im deutschen Hightech-Markt – wichtig aber ist es insbesondere für Corporates und große Mittelständler, dass man eine langfristige Strategie verfolgt und frühzeitig erkennt, welche Bausteine dafür im deutschen Markt vorhanden sind. Überlassen Sie bitte nicht alles den Amerikanern! Spotfolio als Such- und Matchingplattform für Hightech in Deutschland unterstützt gern bei der Suche.

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