EXIST: Gründungsförderung für ultralumina

Das MPG-Ausgründungsprojekt ultralumina erhält Fördergelder im Rahmen von EXIST-Forschungstransfer für die Entwicklung seiner Technologien sowie des Geschäftsmodells. ultralumina will mit Produkten aus dem Bereich der Photonik Anwendungen in der Halbleiterindustrie und Materialbearbeitung verbessern.

Optische Glasfasern leiten Licht nahezu verlustfrei und finden daher in vielen technischen Bereichen Anwendung, wie z.B. in der Datenübertragung, Messtechnik oder Medizintechnik. Jedoch ist die Nutzung herkömmlicher Glasfaserkabel für die Leitung von (Laser-)Licht im ultravioletten Spektralbereich nur bedingt geeignet, da dieses Licht die Faser beschädigt. UV-Licht wird jedoch in vielen Bereichen benötigt, insbesondere zur Charakterisierung sensibler Halbleiterbauelemente, in der industriellen Materialbearbeitung sowie der Medizintechnik. ultralumina, ein Gründungsprojekt des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts in Erlangen, hat nun neue UV-Lichtquellen durch Verwendung von Glasfasern mit hohlem Kern entwickelt. Durch diese hochspezialisierten Fasern kann UV-Laserlicht nicht nur mit sehr geringen Verlusten und ohne Schädigung der Fasern geleitet werden, sondern die neuen Fasern erlauben auch, breitbandiges und hochintensives UV-Licht zu erzeugen. Dies macht die spezifische Bauart möglich, bestehend aus einer mikrostrukturierten photonischen Kristallfaser mit einem hohlen Kern von einigen 10 Mikrometern Durchmesser. Das Team von ultralumina konnte nun mit Unterstützung von Max-Planck-Innovation Fördergelder über das Programm EXIST-Forschungstransfer gewinnen. Mit Hilfe der Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) werden die bisherigen Forschungsergebnisse sowie ein Geschäftsmodell zur Gründung eines Unternehmens weiterentwickelt. ultralumina will so in Zukunft optische Geräte (UV-Lichtquellen und Hochleistungslaser) und photonische Hohlkernfasern herstellen und vertreiben.

(Quelle)

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