Innovative Edelmetall-Kontakte durch Laserauftragschweißen statt Galvanik

Damit Schalter eine gute elektrische Leitfähigkeit und hohe Korrosionsbeständigkeit erhalten, werden günstige Trägerelemente aus Buntmetall oder Federstahl mit Edelmetall-Applikationen versehen. Bisher setzt die Industrie hier auf die Galvanik, die jedoch mit sehr hohen Energie- und Anlagenkosten verbunden ist. Zudem lässt sich das elektrochemische Verfahren nicht nahtlos in den schnellen Takt des Stanz-Biege-Prozesses bei der Schalterfertigung einfügen. Umweltbelastende Metall-, Salz- und Säurerückstände der Galvanikbäder liefern weitere Gründe, sich um Alternativen zu bemühen. Dem Fraunhofer IPT und seinen Partnern im Projekt “MicroSpotCladding” ist es nun gelungen, das Laserauftragschweißen mit einem Mikrodraht von weniger als 100 µm Durchmesser für individuell geformte Edelmetallbeschichtungen in der Serienfertigung nutzbar zu machen. Im Gegensatz zu den verbreiteten galvanischen Beschichtungsprozessen erfordert das neue Verfahren keinerlei zusätzliche Masken oder Werkzeuge, um Flächen abzudecken, die nicht beschichtet werden sollen. Es lässt sich damit schnell und flexibel auch an gänzlich neue Platinenlayouts und Designs anpassen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Markus Eckert
Fraunhofer Institute for Production Technology IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen, Germany
Tel. +49 241 8904-319

Presseveröffentlichung vom 27.10.2015

Quelle

Statusreport „Regenerative Energien”
Entwicklung von neuen Standards für Smart Data

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