Biomarker für Multiple Sklerose entwickelt

Wissenschaftlern der Universität Würzburg ist es gelungen, erstmals einen Biomarker für die Multiple Sklerose zu entwickeln. Mit einer Blutanalyse lässt sich womöglich sogar entscheiden, welcher der beiden „Therapie-Klassiker“ in der Frühphase der Krankheit zum Einsatz kommen sollte. Demnach müssten Patienten mit autoreaktiven B-Zellen im Blut mit Copaxone behandelt werden, wogegen Patienten ohne diese B-Zellen eher von einer Therapie mit IFN-beta profitieren dürften. Benötigt wird lediglich eine Blutprobe vom Patienten. Daraus werden die weißen Blutzellen isoliert und vier Tage lang in einer Zellkultur so stimuliert, dass die Gedächtnis-B-Zellen des Immunsystems damit anfangen, Antikörper zu produzieren. Dann kann bestimmt werden, ob diese Antikörper gegen Gewebe des Zentralen Nervensystems reagieren. Der Test ist hochspezifisch für die Multiple Sklerose, denn B-Lymphozyten und ihre Antikörper können direkt zur Schädigung der Nervenfasern beitragen. Bevor die neuen Erkenntnisse eventuell Eingang in die Routinebehandlung finden, müssen sie bei einer klinischen Studie mit größeren Patientenzahlen abgesichert werden

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Stefanie Kürten
Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Würzburg
Tel. +49 931 31-85998
stefanie.kuerten@uni-wuerzburg.de

Presseveröffentlichung vom 06.11.2015

Quelle

Neue maßgeschneiderte molekulare Katalysatoren verbinden CO2 und H2
Karten elektromagnetischer Felder zur Navigation autonomer Fahrzeuge

Ähnliche Beiträge

Menu