Rückstandslose Entfernung von Plaque auf Zahnimplantaten

Wissenschaftler von der Universität Greifswald erhalten den Implantatforschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie. Gegenstand ihrer Arbeiten war die Erforschung der rückstandslosen Entfernung eines dentalen Bakterien-Biofilms (Plaque) von rauen Titanoberflächen von zahnärztlichen Implantaten, um eine optimale Entwicklung von Knochenzellen zu ermöglichen. Neben einer Bürste, wie sie in der zahnärztlichen Praxis bei der Plaqueentfernung Verwendung findet, kam ein physikalisches Plasma zur Anwendung. Der Plasma-Jet wurde vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald) entwickelt. Dieses noch sehr junge Fachgebiet der Plasmamedizin bietet vielversprechende Ansätze für die die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. So konnte die beste Reinigung der Titanoberfläche durch eine kombinierte Anwendung des Bürstchens und des Plasma-Jets erzielt werden. Nachfolgend aufgebrachte Knochenzellen konnten sich optimal aufbauen, während Zellen auf der nur mit der Bürste oder dem Plasma gereinigten Oberflächen früher oder später von den verbliebenen Bakterien überwachsen worden sind.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. dent. Thomas Kocher
Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Rotgerberstraße 8
17475 Greifswald
Tel. + 49 3834 86-71 72 oder 86-71 30
kocher@uni-greifswald.de

Presseveröffentlichung vom 06.11.2015

Quelle

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