Schädigungsmechanismen im Beton weiter entschlüsselt

Auch wenn die chemischen Vorgänge der Alkali-Aggregat-Reaktion (AAR) schon lange bekannt sind, konnte die physikalische Struktur des entstehenden Alkali-Kalzium-Silikat-Hydrats bisher noch nicht identifiziert werden. Diese Wissenslücke haben die Forschenden des PSI und der Empa nun geschlossen. Dafür untersuchten sie die Substanz einer 1969 erbauten Schweizer Brücke, die stark von AAR betroffen ist. Die Wissenschaftler hatten dieser Brücke eine Materialprobe entnommen. Ein schmales Stück davon wurde auf nur 0,02 Millimeter Dicke herunter geschliffen und an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS mit einem extrem schmalen Röntgenstrahl durchleuchtet. Mittels sogenannter Diffraktionsmessungen und einer aufwendigen Datenanalyse konnten die PSI-Forschenden schliesslich die Kristallstruktur des Materials punktgenau bestimmen. Es zeigte sich, dass das Alkali-Kalzium-Silikat-Hydrat eine bisher nie dokumentierte Silizium-Schichten-Kristallstruktur aufweist. Die neuen Ergebnisse könnten die Basis für neue Materialentwicklungen sein.

Ansprechpartner:
Dr. Rainer Daehn
Paul Scherrer Institut
Clay Sorption Mechanisms Group
5232 Villigen PSI
Switzerland
Tel. +41 56 310 – 2175
rainer.daehn@psi.ch

Presseveröffentlichung vom 05.11.2015

Quelle

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