Schnelldiagnose von Ebola aus dem “Laborkoffer”

Ein internationales Team von Infektionsforschern, darunter Ahmed Abd El Wahed, Wissenschaftler an der Universität Göttingen und am Deutschen Primatenzentrum, hat in einem Feldversuch im westafrikanischen Guinea eine neue Methode zur Schnelldiagnose von Ebola getestet. Das Testverfahren wurde mit Hilfe eines tragbaren Kofferlabors durchgeführt. Das mobile Labor im Koffer funktioniert mit Solarstrom und ermöglicht eine einfache Vor-Ort-Diagnose auch in entlegenen Gegenden ohne Anbindung an ausgestattete Laboratorien. In einer Feldstudie, die von März bis Mai 2015 in Guinea stattfand, wurden Speichelproben von mutmaßlich an Ebola verstorbenen Personen analysiert. Die Wissenschaftler verglichen die neue Rekombinase-Polymerase-Amplifikationstechnik (RPA) mit zwei Varianten des derzeit üblichen Nachweisverfahrens. Dabei konnten festgestellt werden, dass RPA sehr gut mit Speichelproben funktioniert, was die Probennahme in Zukunft enorm vereinfacht und dass RPA genauso empfindlich und spezifisch ist wie die bisher angewendeten, technisch deutlich aufwändigeren Methoden.

Ansprechpartner:
Dr. Ahmed Abd El Wahed
Abteilung Mikrobiologie und Tierhygiene
Georg-August-Universität Göttingen
Tel. +49 551 3913-958
abdelwahed@gwdg.de

Presseveröffentlichung vom 06.11.2015

Quelle

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