Wasser- und eisabweisende Oberflächen

Wissenschaftler der ETH-Zürich fanden heraus, wie Oberflächen generell beschaffen sein müssen, um Wasser und Eis energisch abzustossen. In ihrem Experiment untersuchten die Forscher verschiedene Materialien, darunter oberflächenbehandeltes Aluminium und Kohlenstoff-Nanoröhren. Der eigentlich Clou des Ganzen liegt in der Oberflächenbeschaffenheit: Zum einen muss sie rau sein, damit der Wassertropfen nicht an ihr hängen bleibt, zum anderen aber darf sie nicht zu rau sein, da sonst der sich bildende Wasserdampf zu schnell durch die Poren und Ritzen der Oberfläche entweichen würde. Die von den ETH-Forschern hergestellten mikrostrukturierten Silizium-Oberflächen erfüllen genau diese Bedingungen: Sie bestehen aus kleinen (nur wenige Mikrometer grossen) Säulen, die im Abstand von etwa fünf Mikrometern regelmässig angeordnet sind. Der Effekt funktioniert zur Zeit allerdings nur bei niedrigem Luftdruck. Um ihn noch praxistauglicher zu machen, müsste man soweit kommen, dass er auch bei normalem Luftdruck funktioniert. Die Wissenschaftler hoffen, in den nächsten Jahren Fortschritte in diese Richtung zu machen.

Ansprechpartner:
Prof. Dimos Poulikakos
ETH Zürich
Institut für Energietechnik
Tel. +41 44 632 27 38
dpoulikakos@ethz.ch

Presseveröffentlichung vom 04.11.2015

Quelle

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