Neue Werkstoffe für Medizintechnik: Kooperation von RWTH Aachen und Tokyo Institute of Technology

Japanreise von Ministerin Schulze stärkt Austausch in der Wissenschaft

Moderne Werkstoffe sind nicht nur kraftvoller Innovationstreiber, sondern auch der mit Abstand stärkste wirtschaftliche Motor in Nordrhein-Westfalen. Rund 10.000 Unternehmen und Forschungseinrichtungen erwirtschaften in diesem Feld mit 200 Milliarden Euro einen Anteil von 33 Prozent am Bruttoinlandsprodukt in NRW. In keiner anderen Region der Welt haben neue Werkstoffe ein solches Gewicht für die wirtschaftliche Entwicklung wie in Nordrhein-Westfalen.

Zur gemeinsamen Entwicklung neuer Materialien kooperieren das Institut für Textiltechnik (ITA) an der RWTH Aachen und das Tokyo Institute of Technology (TITECH) miteinander. Dazu unterzeichneten die beiden Institute, für das ITA PD Dr. Gunnar Seide sowie Prof. Takehiko Muri und Prof. Takeshi Kikutani für das TITECH in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in Tokyo einen Vertrag und bauen damit eine langjährige Zusammenarbeit weiter aus.

Die Entwicklung neuer Fasermaterialien für textile Anwendungen kann einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen leisten. Faserverstärkte Verbundwerkstoffe können beispielsweise für die Nutzung von Leichtbautextilien im Automobil, für Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen oder für Medizintextilien wie die textile Herzklappe unterstützen und zu einer höheren Lebensqualität beitragen. “Wer Lösungen für diese großen Fragen unserer Zeit findet, trägt entscheidend zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft bei und erschließt so auch die Märkte von morgen”, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Globale Themen wie Klimawandel, Ressourceneffizienz oder Gesundheit im demografischen Wandel bestimmen längst die Agenda von Wissenschaft und Forschung in NRW und weit darüber hinaus. NRW kann in diesem Bereich international hochangesehene Spitzenleistungen in Wissenschaft und Forschung vorweisen.

Zur Stärkung von Hochschulkooperationen besuchte die Delegation zusammen mit Ministerin Schulze zudem zwei Hochschulen: die traditionsreichen und angesehenen Universitäten Waseda in Tokyo (Kooperation mit Universität Bonn) und Doshisha in Kyoto (Kooperation mit Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf). “Für eine nachhaltige Entwicklung brauchen wir mehr Zusammenarbeit. Wir setzen auf einen gegenseitigen Wissensaustausch aller Akteure aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft und Forschung”, so Ministerin Schulze.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.wissenschaft.nrw.de/delegationsreise-japan

(Quelle)

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