Die Suche nach preisgünstigen Akkus zur Speicherung von Strom ist ein Erfolgsfaktor für die Energiewende: Immer mehr unregelmäßig produzierter Ökostrom bringt das herkömmliche Stromnetz an die Belastungsgrenze. So wächst der Bedarf an stationären Zwischenspeichern, die ans “smart grid” angeschlossen werden können. Maksym Kovalenko, Marc Walter und ihre Kollegen im Labor für Dünnfilme und Photovoltaik der Empa kombinierten eine Magnesium-Anode mit einem Elektrolyten aus Magnesium- und Natriumionen. Als Kathode dienen Nanokristalle aus Pyrit – landläufig bekannt als “Katzengold”. Diese sogenannte Natrium-Magnesium-Hybrid-Batterie funktioniert bereits im Labor und vereint verschiedene Vorteile: Das Magnesium der Anode ist weit sicherer als das leicht brennbare Lithium. Und schon der Versuchsakku im Labor überstand 40 Lade- und Entladezyklen, ohne an Leistungsfähigkeit einzubüßen – ein Ergebnis, das zu einer weiteren Optimierung des Testsystems einlädt. Der größte Vorteil ist jedoch, dass alle Zutaten für diese Art Akku in beliebiger Menge und sehr preisgünstig zur Verfügung stehen. Die Forscher sehen in ihrer Entwicklung vor allem Potential für große Netzspeicherbatterien.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Maksym Kovalenko
Laboratory of Inorganic Chemistry, ETH Zurich
Vladimir-Prelog-Weg 1
8093 Zurich
Tel. +41 58 7654557
Maksym.Kovalenko@empa.ch

Presseveröffentlichung vom 13.11.2015

Quelle

 

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