Funktion der Blut-Hirn-Schranke bei der Entstehung der Alzheimer Krankheit

Für die Alzheimer-Krankheit sind bisher nur symptomatische Therapieansätze verfügbar. Sie können das Fortschreiten der Erkrankung geringfügig verzögern, aber nicht den degenerativen Verlauf der Erkrankung beeinflussen. Die Forschung am Institut für Pathobiochemie der Universitätsmedizin Mainz soll dazu beitragen, neue Strategien zur Früherkennung und Prävention der Alzheimer-Erkrankung zu entwickeln. Ihr Ansatzpunkt ist die sogenannte „Amyloidhypothese”. Grundlage dessen ist die Erkenntnis, dass lösliche Eiweißfragmente, sogenannte Aβ-Peptide, im Gehirn eine wichtige Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Alzheimer Krankheit spielen. Aβ-Peptide können über die Blut-Hirn-Schranke entsorgt werden. Mit Hilfe eines geeigneten Modellsystems, bei dem die im Gehirn gebildeten Aβ-Peptide nicht mehr im ausreichenden Maße in die Blutbahn gelangen, konnten die Forscher beobachten, dass sich der Anteil von löslichen – und damit giftigen – Aβ-Peptiden im Gehirn erhöhte. Zudem stellten sie fest, dass sich die Zunahme an toxischen Aβ-Peptiden im Gehirn negativ auf die kognitiven Leistungen wie beispielsweise die Lern- und Erinnerungsfähigkeit des Tiermodells auswirkte.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Claus Pietrzik
Institut für Pathobiochemie, Molekulare Neurodegeneration
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Duesbergweg 6
55128 Mainz
Tel. +49 6131 3925390
pietrzik@uni-mainz.de

Presseveröffentlichung vom 04.12.2015

Quelle

E-Learning-Programm soll Emotionen erkennen
Optimierte Herstellung von Nanomaterialien mit definierten Eigenschaften

Ähnliche Beiträge

Menü