Fußball: Die Drei-Punkte-Regel animiert nicht zu offensivem Spiel

Der Sieg ist für Fußballteams offenbar nicht so wichtig, wie eine Niederlage zu vermeiden – entsprechend defensiv sind sie oft ausgerichtet. Das belegt eine aktuelle Studie, in der Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die in der Saison 1995/96 weltweit eingeführte so genannte Drei-Punkte-Regel in 24 Ländern mit der früheren Zwei-Punkte-Regel verglichen haben. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Unentschieden nicht in dem Maße abnahm, wie es sich der Fußball-Weltverband FIFA erhofft hat. Die Forscher beziehen sich mit ihren Schlussfolgerungen besonders auf die sogenannte “Prospect-Theorie”, eine psychologische Theorie, für die Daniel Kahneman vor einigen Jahren den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten hat. Kahnemann stellte fest, dass für viele Menschen nicht das Gewinnen, sondern das Vermeiden von Verlusten die entscheidende Motivation darstellt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bernd Strauß
Universität Münster
Arbeitsbereich Sportpsychologie
Horstmarer Landweg 62b
48149 Münster
Tel. +49 251 83 32364
friederike.rosenfeld@uni-muenster.de

Presseveröffentlichung vom 04.12.2015

Quelle

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