Neues Exoskelett für maximale Bewegungsfreiheit

Laut DAK-Gesundheitsreport entstehen durch Muskel-Skelett-Erkrankungen allein in Deutschland ca. 125 Millionen Ausfalltage im Jahr. Besonders betroffen sind Montage und Logistik. Verletzungen treten hier vor allem an Rücken- und Lendenwirbeln, den Schultern, Ellenbogen und Handgelenken auf. Eine Möglichkeit, Arbeitsausfällen vorzubeugen, sind Exoskelette. Die am Körper getragenen Stützstrukturen sollen den Mitarbeiter bei schwerer körperlicher Belastung mit zusätzlicher Kraft versorgen. Bisher kommen Exoskelette allerdings hauptsächlich in der Forschung zum Einsatz, in der Industrie ist die Akzeptanz noch gering. Die IPA-Wissenschaftler haben deshalb erstmals ein Oberkörperexoskelett entwickelt, das den Träger unterstützt, dabei aber auch schnelle und intuitive Bewegungen zulässt. Um den Rücken zu entlasten, haben die Wissenschaftler eine externe Wirbelsäule aus flexiblen Stäben eingebaut. Dadurch werden die Kräfte auf die Hüfte oder den Boden abgeleitet, die Rotation und Flexion aber nicht eingeschränkt.

Ansprechpartner:
David Minzenmay
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Stuttgart
Tel. +49 711 970-1333
david.minzenmay@ipa.fraunhofer.de

Presseveröffentlichung vom 14.12.2015

Quelle

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