Wettervorhersage mit einem neuartigen Fernerkundungssystem

Das mangelhafte Wissen über die Temperatur- und Feuchteverteilung in bodennahen Regionen behindert Fortschritte in der Qualität von Wettervorhersagen und Klimasimulationen. Diese Lücken konnten die Forscher mit Lidar (Light Detection and Ranging) schließen. Der Laser sendet einen kurzen Impuls in die Atmosphäre aus und analysiert dann das zurückgestreute Licht. Um Informationen über die Temperatur zu erhalten, arbeiten die Forscher im nicht sichtbaren UV-Bereich, zur Wasserdampf-Messung schickt Lidar einen infraroten Laserstrahl gen Himmel. Die Laufzeit der Signale lässt auf die Entfernung schließen. Die Signale sind so stark, dass innerhalb von Sekunden genaue Profile bis zu einer Höhe von mehreren Kilometern gemessen werden können. Eine Besonderheit der Hohenheimer Methode besteht darin, dass sie auch dreidimensionale Darstellungen ermöglicht. Die Technik ist praxisreif und kann jetzt kommerzialisiert werden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Wulfmeyer
Institut für Physik und Meteorologie
Universität Hohenheim
Tel. +49 711 459 22150
volker.wulfmeyer@uni-hohenheim.de

Presseveröffentlichung vom 13.01.2016

Quelle

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