Hormon-abhängiger Prostatakrebs durch winzige Proteinveränderung gestoppt

Prostatakrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Männern in Deutschland. Männliche Geschlechtshormone wie Testosteron beeinflussen die Genaktivität der Zellen maßgeblich und halten so den Tumor am Leben. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg haben jetzt einen wesentlichen Teil dieser Hormonsteuerung entschlüsselt. Im Fachjournal Nature Structural & Molecular Biology zeigen sie, dass die für das Krebswachstum verantwortlichen Hormone den Tumor nicht mehr steuern können, wenn dem Protein LSD1 eine winzige Molekülgruppe fehlt. Außerdem entwickeln sich die Zellen dann nicht mehr zu einer besonders aggressiven Krebsform weiter, wie sie bei etwa zwei Drittel aller Betroffenen festgestellt wird. Die Erkenntnisse könnten eine neue Klasse von Prostatakrebs-Medikamenten ermöglichen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Roland Schüle
Klinik für Urologie
Universitätsklinikum Freiburg
Tel. +49 761 270 63100
roland.schuele@uniklinik-freiburg.de

Presseveröffentlichung vom 12.01.2016

Quelle

Wettervorhersage mit einem neuartigen Fernerkundungssystem
Messtechnik zur Effizienzsteigerung von Schraubenverdichtern

Ähnliche Beiträge

Menu