Belohnung für gute Noten mindert langfristigen Lernerfolg

Eine Taschengelderhöhung für gute Klausurnoten in der Schule: Das ist nicht immer die beste Idee, wie jetzt Forscher der Universität Regensburg zeigen konnten. Sie wiesen im Rahmen eines Experiments nach, dass eine materielle Belohnung für die Leistung in einem Wissenstest den langfristigen Wissenserwerb und damit den Lernerfolg beeinträchtigen kann. Die Gruppe von Versuchspersonen, die im ersten Test eine Belohnung erhalten hatte, konnte schon im ersten Test eine geringere Anzahl richtig erinnerter Vokabeln und eine erhöhte Anzahl falsch erinnerter Vokabeln vorweisen. Dieses Resultat war ebenfalls nach einer Woche im zweiten Testverfahren zu beobachten. Interessanterweise konnte sich die „Belohnungs-Gruppe“ darüber hinaus auch an die zunächst – im ersten Test – richtig erinnerten Vokabeln schlechter erinnern als die Versuchspersonen, die eine Woche zuvor keine materielle Belohnung erhalten hatte. Die Beobachtungen der Regensburger Forscher dürften weitreichende Konsequenzen für den Unterricht und für die pädagogische Forschung haben.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christof Kuhbandner
Universität Regensburg
Institut für Psychologie
Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie
Tel. +49 941 943 3598
Christof.Kuhbander@ur.de

Presseveröffentlichung vom 27.01.2016

Quelle

 

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