Kühlkreislauf mit Formgedächtnis-Materialien

Forscherteams der Universität Saarbrücken und der Ruhr-Universität Bochum entwickeln eine umweltfreundlichere Kühlmethode. Ihr Verfahren kommt ohne klimaschädigende Kühl- oder Kältemittel aus und soll auch weniger Energie verbrauchen als bislang übliche Kühl-Techniken. Sie setzen dabei Formgedächtnis-Legierungen ein, um Wärme abzutransportieren. Formgedächtnis bedeutet, dass Drähte oder Bleche aus der Legierung Nickel-Titan gewissermaßen ein Erinnerungsvermögen haben: Werden sie verformt, nehmen sie anschließend die alte Form wieder an. Hierdurch können sie wie Muskeln an- und entspannen. Den Effekt, dass sie dabei Wärme aufnehmen und wieder abgeben, wird zum Kühlen genutzt. In den bisherigen Versuchsreihen und Simulationsmodellen haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass ein solches Kühlverfahren funktioniert und in der Praxis eingesetzt werden kann.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Stefan Seelecke
Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH
Universität des Saarlandes
Gewerbepark Eschberger Weg, Geb. 9
66121 Saarbrücken
Tel. +49 681 302 71341
stefan.seelecke@imsl.uni-saarland.de

Presseveröffentlichung vom 02.02.2016

Quelle

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