Neue Implantate können Rückenmark nach einer Schädigung gezielt reaktivieren

Wissenschaftler der Charité–Universitätsmedizin Berlin und der ETH Lausanne haben Bewegungsabläufe nach einer Schädigung des Rückenmarks wiederhergestellt. Sie konnten zeigen, dass für ein koordiniertes Zusammenspiel der Muskeln, beispielsweise beim Gehen, alternierende Impulse des Rückenmarks verantwortlich sind. Neu entwickelte Implantate empfinden diese Signale durch elektrische Impulse nach. Damit konnten Abschnitte des Rückenmarks gezielt reaktiviert werden. Derzeit sind die aktuellen Erkenntnisse auf dem Weg der Übertragung in klinische Anwendungen, da auch das menschliche Rückenmark durch elektrische Stimulation zu Bewegungsvorgängen angeregt werden kann. Die neue Art der Rückenmarkstimulation kann in Zukunft zu einer besseren Therapie von querschnittsgelähmten Patienten beitragen.

Ansprechpartner:
Dr. Nikolaus Wenger
Klinik und Hochschulambulanz für Neurologie
Charité–Universitätsmedizin Berlin
Tel. +49 30 450 660 206
nikolaus.wenger@charite.de

Presseveröffentlichung vom 12.02.2016

Quelle

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