Speichern und kontrolliertes Freisetzen von pharmazeutischen Stoffen im Körper möglich

Medikamente in genauer Dosierung lokal begrenzt im Körper anwenden – das ist nun dank einer Erfindung von Freiburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern möglich. Eine Nachwuchsforschungsgruppe liefert die Grundlage für ein neues molekulares Speicherverfahren, das in absehbarer Zeit klinisch einsetzbar sein könnte. Den Mikrosystemtechnikern, Elektrotechnikern und Materialwissenschaftlern ist es gelungen, eine Verbindung aus organischen und anorganischen Stoffen zu erzeugen, die sich für eine kompakte Lagerung von pharmakologisch wirksamen Substanzen besonders gut eignet. Nützlich wäre die Technologie vor allem für so genannte Lab-on-a-Chip-Verfahren, bei denen es um den Austausch und die Analyse von Substanzen auf kleinstem Raum geht. Sie könnte auch in der Krebstherapie verwendet werden, etwa um von einem Reservoir unter der Haut Medikamente direkt auf einen Tumor auszuschütten.

Ansprechpartner:
Christian Böhler
Professur für Biomedizinische Mikrotechnik
Institut für Mikrosystemtechnik – IMTEK
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel. +49 761 203 67375
christian.boehler@imtek.de

Presseveröffentlichung vom 19.02.2016

Quelle

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