Langzeit-Messungen für Offshore-Windanlagen

Die Verankerungen von Offshore-Windanlagen müssen starke Beanspruchungen überstehen. Auch aggressives Salzwasser schädigt die Fundamente. In regelmäßigen Abständen begeben sich deshalb Taucher hinab in die Tiefe und überprüfen die besonders gefährdeten Schweißnähte an diesen Verankerungen. Künftig kann ein Roboter diese langwierige und mitunter riskante Aufgabe übernehmen. Die Basis dafür haben Forscher am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern gelegt. Sie haben dafür eine Sensormanschette entwickelt, mit der sich diese Messungen vereinfachen und künftig automatisiert durchführen lassen. Das System bietet zahlreiche Vorteile. Es ist weitaus genauer als die bisherigen Methoden: Es analysiert beispielsweise auch die Ausmaße und die Tiefe des Risses, was bislang nicht möglich war. Zudem geht die Untersuchung sehr viel schneller vonstatten als die mühselige Handarbeit. In einem Vor-Ort-Test im Offshore-Windpark Baltic 1 konnten die Forscher gemeinsam mit ihren Kollegen von Baltic Taucher aus Rostock bereits zeigen, dass das Verfahren funktioniert.

Ansprechpartnerin:
Katrin Schwarz
Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
Winterbergstr. 28
01277 Dresden
Tel. +49 351 2553-7720

Presseveröffentlichung vom 01.03.2016

Quelle

 

Bessere Pflegeprodukte durch virtuelles Zähneputzen
Großformatige Zeichnungen des Architekten Schinkel werden mit der Infrarotkamera durchleuchtet. Bild: Fraunhofer WKI
Wasserzeichen in Kunstwerken sicher detektieren

Ähnliche Beiträge

Menü