Realistische Gesichtsmodelle für animierte Filme

Die Filmindustrie baut heute nicht mehr allein auf die Kunst der Schauspieler: Bei neuen Kinofilmen lässt sie deren Gesichter oft nach dem Dreh noch am Rechner bearbeiten. Spezialisten für Computeranimation benötigen dafür dreidimensionale Gesichtsmodelle (face rigs), die sie bislang über aufwändige Messverfahren erstellen und von Hand in die Filmszenen einbauen. Christian Theobalt will gemeinsam mit seiner Forschergruppe dieses Verfahren nun wesentlich beschleunigen. Eine Herausforderung ist dabei, dass man den Gesichtsausdruck von Schauspielern sehr genau wahrnehmen und merken muss, wenn ein Wimpernzucken nicht authentisch ist oder ein falsch geöffneter Mund nicht zum gesprochenen Text der Filmszene passt. Um ein Gesicht mit allen Details zu animieren, benötigt man ein genaues dreidimensionales Gesichtsmodell. Dieses Gesichtsmodell kann nun allein auf der Basis von Aufnahmen einer einzelnen Standard-Videokamera erzeugt werden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Theobalt
Max-Planck-Institut für Informatik
Saarbrücken
Tel. +49 681 9325-4028
theobalt@mpi-inf.mpg.de

Presseveröffentlichung vom 08.03.2016

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