Wie groß ist die Gefahr von Vulkanasche für den Flugverkehr?

In Düsentriebwerken herrschen Temperaturen von 1200°C bis zu 2000°C. Unter solchen Bedingungen schmilzt Vulkanasche und lagert sich auf den heißen Bauteilen der Flugzeugturbine ab. Dadurch verstopfen unter anderem Kraftstoffdüsen und Kühlluftbohrungen, außerdem besteht die Gefahr, dass die Aschepartikel in die Hitzeschutzschicht der Turbine eindringen und dort erheblichen Schaden anrichten. Bisher gibt es nur veraltete Tests, bei denen die Haltbarkeit von Turbinen gegenüber Partikeln in der Luft mithilfe von Sand untersucht wurde. Vulkanische Asche unterscheidet sich chemisch aber deutlich von Sand. Darum haben die Forscher nun erstmals das Schmelzverhalten von Vulkanaschen systematisch untersucht. Mit diesem Modell wird die Basis geliefert, die Ablagerung von Vulkanasche in Triebwerken zukünftig besser einzuschätzen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. D. B. Dingwell
Lehrstuhl für Mineralogie und Petrologie der LMU
München
Tel. +49 89 2180-4136
dingwell@lmu.de

Presseveröffentlichung vom 10.03.2016

Quelle

Erfolgreiche Suche nach Wegen zur Überwindung von Resistenzen
Neue Erkenntnisse zum Kühlgeräterecycling

Ähnliche Beiträge

Menü