Weniger Crashtests durch realistische Materialmodelle

Karosserieteile durchlaufen während des Konstruktionsvorgangs unterschiedliche Prozessschritte, beispielsweise Wärmebehandlungen und Umformungen. Dadurch lassen sich wichtige Eigenschaften wie Zugfestigkeit oder Bruchdehnung von Karosseriestählen variieren und an den jeweiligen Einsatzort im Automobil anpassen. Bislang wurden die Auswirkungen der thermischen und mechanischen Bearbeitungsprozesse auf die Bauteile in aufwendigen Materialversuchen bestimmt und in Realtests überprüft. Forscher haben jetzt ein Materialmodell entwickelt, mit dem sich die Wirkungen der unterschiedlichen Vorbehandlungen auf Karosseriestähle vorab berechnen und virtuell darstellen lassen. Damit wird die Notwendigkeit realer Crashtests auf ein Minimum reduziert, denn mithilfe des Modells können die Entwickler im Automobilbau vorhersagen, wie sich ein bestimmtes Bauteil im Falle eines realen Crashs verhalten wird.

Ansprechpartner:
Dipl.-Math. André Oeckerath
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI)
Sankt Augustin
Tel. +49 2241 14 2309
andre.oeckerath@scai.fraunhofer.de

Presseveröffentlichung vom 17.03.2016

Quelle

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