Das Blutbild von Menschen mit latenter oder aktiver Tuberkulose unterscheidet sich voneinander. Trotzdem war es bis heute unmöglich vorherzusagen, ob eine mit Mycobacterium tuberculosis infizierte Person eine aktive Tuberkulose entwickeln wird. In einer nun veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler einen auf Biomarkern basierenden Bluttest entwickelt, mit dem sie eine entstehende aktive Tuberkulose mit etwa 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit voraussagen können. Die Ergebnisse zeigen, dass im Blut der Personen, die später eine aktive Tuberkulose entwickeln, ganz bestimmte Gene in Immunzellen aktiv sind. Ein Bluttest für die Genaktivität soll künftig das typische Aktivitätsmuster potenzieller Tuberkulosepatienten entdecken.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan H.E. Kaufmann
Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin
Tel. +49 30 28460-500
kaufmann@mpiib-berlin.mpg.de

Presseveröffentlichung vom 24.03.2016

Quelle

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