Neues Modell für die Kontraktion von Muskeln

Wenn der Muskel kontrahiert, gleiten zwei Sorten langgestreckter Proteinmoleküle ineinander und verkürzen dabei den Muskel. Von großen Muskellängen kommend steigt die Kraft mit dem Überlappungsgrad beider Molekülketten an. Unter dem Mikroskop mit polarisiertem Licht betrachtet, verleihen die als Aktin und Myosin bezeichneten Moleküle der Muskulatur ein typisches Streifenmuster, weshalb die Skelett-Muskulatur auch als „gestreifte Muskulatur“ bezeichnet wird. Doch das bisherige Modell hat gravierende Lücken. Zum Beispiel erzeugt der Muskel bei sehr kurzen Längen immer noch Kräfte, obwohl das nach der bisherigen Theorie nicht möglich ist. Wissenschaftler der Universität Jena und Stuttgart haben nun ein Modell entwickelt und simuliert, das diese Daten erstmals schlüssig erklären kann.

Ansprechpartner:
Dr. Christian Rode
Institut für Sportwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Tel. +49 3641 945704
christian.rode@uni-jena.de

Presseveröffentlichung vom 24.03.2016

Quelle

Menü