Feinstaubemissionen: rund 80 Prozent stammen aus Einzelraumfeuerungen

In der Diskussion um die Luftreinhaltungspolitik und ihre Maßnahmen stehen Holzfeuerungen regelmäßig im Blickpunkt der Diskussion. In einer nun vorgelegten Kurzstudie haben Wissenschaftler des DBFZ eine objektive Einschätzung zum Anteil der Staubemissionen aus zentralen Holzfeuerungsanlagen im Vergleich zu Emissionen aus Einzelraumfeuerungen (Öfen) und anderen Staubemittenten in Deutschland erarbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse der DBFZ-Studie quantifizieren einige der schon länger vermuteten Zusammenhänge. Ende 2013 wurden etwa 60 Prozent der Holzbrennstoffe nach 1.BImSchV in Einzelraumfeuerungen eingesetzt und 40 Prozent fanden Verwendung in Kesseln. Bei den emittierten Feinstaubemissionen waren jedoch knapp 80 Prozent auf die Einzelraumfeuerungen (z.B. Kaminöfen) zurückzuführen. Dies resultiert insbesondere daraus, dass beispielsweise die spezifischen Feinstaubemissionen von Pellet- oder Stückholzvergaserkesseln nur bei rund einem Drittel der Werte durchschnittlicher Einzelraumfeuerungen liegen. Dies muss für Öfen künftig aber nicht so bleiben, bereits die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen ein erhebliches Verbesserungspotenzial auf.

Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Volker Lenz
DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
Leipzig
Tel. +49 341 2434-450
volker.lenz@dbfz.de

Presseveröffentlichung vom 6.04.2016

Quelle

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