Nanobeschichtungen reduzieren Biofilmbildung auf Wärmetauschern

Bei der Verarbeitung von Milch und Saft muss die Lebensmittelindustrie hohe Hygienestandards einhalten. Dazu gehört auch, die Zahl der Keime während des gesamten Bearbeitungsprozesses klein zu halten, um die Verbraucher nicht zu gefährden. Bei vielen Schritten kommen während der Verarbeitung Wärmetauscher zum Einsatz. Die große Oberfläche in den Wärmetauschern kühlt die erhitzten, flüssigen Lebensmittel zwar rasch wieder ab; gleichzeitig können in den vielen Rillen und Mulden der Wärmetauscher Keime haften, sich hartnäckige Biofilme ablagern oder Rückstände verkleben. Wegen dieser Verschmutzungen müssen Wärmetauscher aufwändig und regelmäßig mit agressiven Chemikalien gereinigt werden. Nun stellt das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien neue Nanobeschichtungen vor, die den Reinigungsaufwand für Wärmetauscher verringern. Die Forscher vereinen in den neuen Beschichtungen antiadhäsive und antimikrobielle Eigenschaften. Damit beschichtete Wärmetauscher müssen deutlich seltener intensiv gereinigt werden.

Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Carsten Becker-Willinger
INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien
Saarbrücken
Tel. +49 681 9300-196
nanomere@leibniz-inm.de

Presseveröffentlichung vom 13.04.2016

Quelle

Abfallmanagement verringert Abwassermenge
Fundierte Hilfe nach Katastrophen

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