Verschmutzte Luft führt nicht zu mehr Wolken

Der internationale Klimabeirat (IPCC) betrachtet die Zunahme an Aerosolpartikeln und Wolken seit vorindustrieller Zeit als größten Unsicherheitsfaktor bei der Klimaerwärmung. Das Experiment CLOUD (Cosmics Leaving OUtdoor Droplets) wurde entwickelt, um zu verstehen, wie sich in der Atmosphäre neue Aerosolpartikel bilden und wachsen. So kann auch der Einfluss von Ionen untersucht werden, die durch kosmische Strahlung entstehen. Quantitative Messungen ergaben dabei eine Zunahme der Produktionsrate von rein biogenen Teilchen um einen Faktor 10-100, verglichen mit Situationen ohne diese Ionen. Daraus lässt sich schließen, dass kosmische Strahlung in vorindustrieller Zeit einen größeren Einfluss auf Aerosol- und Wolkenbildung hatte, als unter heutigen – relativ schmutzigen – Bedingungen. Die ioneninduzierte Nukleation von Teilchen könnte Bewegung in die spannende Frage bringen, ob es in vorindustrieller Zeit einen physikalischen Mechanismus im Zusammenhang mit der Sonnen-Klima-Variabilität gab.

Ansprechpartner:
Ass.-Prof. Dr. Paul Winkler
Aerosolphysik und Umweltphysik
Universität Wien
Tel. +43 1 4277 734 03
paul.winkler@univie.ac.at

Presseveröffentlichung vom 27.05.2016

Quelle

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