Ein wichtiger Fortschritt auf dem Forschungsgebiet Grenzflächeneffekte ist jetzt Physikern der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam mit Kollegen aus Mainz und Dresden gelungen. Sie haben herausgefunden, dass sich Kristallgitter organischer Moleküle flexibel auf einem kristallinen Trägersubstrat ausrichten. Die etwa einen Nanometer großen Moleküle richten sich auf den im atomaren Maßstab gewellten Trägerstrukturen oft auf die gleiche Weise aus, um optimales Schichtwachstum zu erreichen. Durch den erstmaligen Nachweis der flexiblen Kristallgitter konnte Matthias Meißner ein Modell entwickeln und in Kooperation mit Theoretischen Physikern der Universität Jena den Effekt mathematisch beschreiben. Für zukünftige technische Innovationen lässt sich das geordnete Wachstum der Molekülschichten auf nicht exakt passenden Oberflächen besser berücksichtigen bzw. kann man es sich vielleicht sogar zunutze machen, um definierte Grenzflächen zu erschaffen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Torsten Fritz
Institut für Festkörperphysik der Universität Jena
Tel. +49 3641 947400
torsten.fritz@uni-jena.de

Presseveröffentlichung vom 18.07.2016

Quelle

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