Zell-Einwanderer schützen vor Eisenvergiftung

Bei Blutvergiftung, Hämolyse oder gehäuften Bluttransfusionen müssen viele rote Blutkörperchen auf einmal abgebaut werden. Wird das darin enthaltene Eisen frei, kann es schwere Organschäden verursachen. Wie der Körper in solchen Notsituationen das Blut abbaut, haben jetzt Wissenschaftler des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen und des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit Forschern aus den USA und Österreich herausgefunden. Sie zeigten bei Mäusen, dass in solchen Fällen nicht die Milz, wie bislang gedacht, sondern die Leber der Hauptabbau-Ort für rote Blutkörperchen ist. Einen Großteil der Arbeit übernehmen Immunzellen, die extra in die Leber einwandern und sich dort zu hochspezialisierten Eisenverwertern entwickeln. Auch beim Menschen existiert ein vergleichbarer Mechanismus, wie die Forscher nachwiesen. Die Erkenntnisse ermöglichen einen neuen Ansatz, um Komplikationen nach Bluttransfusionen oder Blutvergiftung zu behandeln.

Ansprechpartner:
Dr. Ingo Hilgendorf
Klinik für Kardiologie und Angiologie I
Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen
Tel. +49 761 270-34010 oder -70380
ingo.hilgendorf@universitaets-herzzentrum.de

Presseveröffentlichung vom 22.07.2016

Quelle

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