Degenerierende Nervenzellen auf Biochips

In Zusammenarbeit mit Kollegen der TU Ilmenau, des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in Magdeburg entwickelten Leipziger Wissenschaftler ein neues, stark miniaturisiertes System mit 384 parallel auslesbaren Mikroelektroden, die Wirkstofftests in bisher ungekanntem Ausmaß ermöglichen. Bis zu 384 lebende Zellproben verschiedenster Art können auf die Titerplatte mit Mikroelektroden gleichzeitig aufgebracht und analysiert werden. In bisherigen Systemen waren es maximal 96. Alle Elektroden auf der Titerplatte sind über winzige Drähte miteinander verbunden, um die Messgenauigkeit des Systems zu erhöhen. Die Zellen werden mit einer bestimmten bioaktiven Substanz in unterschiedlichen Konzentrationen und verschieden lange in Berührung gebracht, und durch Anlegen einer elektrischen Wechselspannung vermessen. Aus der dann folgenden Veränderung des Widerstands dieser Zellen können die Forscher Schlüsse ziehen, die bedeutsam für die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung schwerer Krankheiten wie Alzheimer sind.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Andrea Robitzki
Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum der Universität Leipzig
Tel. +49 341 97-31240
andrea.robitzki@bbz.uni-leipzig.de

Presseveröffentlichung vom 19.08.2016

Quelle

 

Chip für neuartige Wärmebildkamera
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