Orientierung ohne Masterplan

In einer Studie testeten die Max-Planck-Forscher mithilfe einer 3D-Brille das Ortsgedächtnis von Versuchspersonen in einer virtuellen Umgebung: Mal in einem offenen, übersichtlichen Raum und mal in verschachtelten Korridoren. Die räumliche Gedächtnisspur für die Anordnung der Objekte war davon abhängig, in welchem Raum die Versuchsteilnehmer sie gesehen hatten. Personen, die im offenen Raum gelernt hatten, konnten sich hingegen an alle Objekte gleich schnell erinnern und waren flexibler bei der Nachbildung der Objektanordnung. Die Ergebnisse sind für die Forschung zu den neuronalen Grundlagen der Navigation relevant. Viele bisherige Erkenntnisse wurden innerhalb von offenen Räumen gewonnen. Inwieweit diese auf Navigationsräume übertragbar sind oder ob nach ganz neuen Mechanismen gesucht werden muss, ist eine spannende Frage für zukünftige Studien.

Ansprechpartner:
Tobias Meilinger / Marianne Strickrodt
Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
Tübingen
Tel. +49 7071 601- 615
Tobias.meilinger@tuebingen.mgp.de

Presseveröffentlichung vom 07.09.2016

Quelle

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