Wie entsteht Massenpanik in einer Notsituation?

Woran liegt es, dass es in Notsituationen, wie bei der Evakuierung eines Gebäudes, zu Unfällen durch Herdenverhalten und Gedränge kommt? Und welche Bereiche eines Gebäudes sind im Falle einer Evakuierung besonders gefährlich? Solche Fragen sind im realen Leben nur schwer zu untersuchen, weshalb das internationale Forscherteam 36 Probanden in einer dreidimensionalen, virtuellen Umgebung in eine Notfallsituation brachte. Alle Probanden saßen dabei gleichzeitig vor Computerbildschirmen und sollten einen Avatar steuern. In mehreren Experimenten untersuchten die Forscher die Verhaltensweisen der Probanden, in dem sie ihnen verschiedene Aufgaben stellten und sie beim Lösen unter Stress setzten. Die Wissenschaftler konnten belegen, dass das Verhalten der Probanden im virtuellen Raum weitgehend übertragbar auf das Verhalten in der realen Welt ist. Die Untersuchungen zeigten, dass die Zusammenstöße sowie das Gedränge untereinander unter Stress schnell zunahmen. Am gefährlichsten war es dabei an Stellen, wo Entscheidungen getroffen werden mussten.

Ansprechpartner:
Megedi Moussaïd
Max Planck-Institut für Bildungsforschung
Berlin
Tel. +49 30 82406-415
moussaid@mpib-berlin.mpg.de

Presseveröffentlichung vom 15.09.2016

Quelle

Unkraut nicht bekämpfen, sondern als Biomasse nutzen
Thermoplastische elektrisch leitfähige Materialien

Ähnliche Beiträge

Menü