Arrestin-Schleifen bilden Andockstellen für die Membran

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin sind der Frage nachgegangen, wie die für viele Körperfunktionen unerlässlichen Proteine GPCR und Arrestin zueinanderfinden und einen Komplex bilden. An die eintausend Formen des Membranproteins GPCR gibt es im menschlichen Körper, insbesondere an sensorischen und neuronalen Prozessen sind sie beteiligt. Die Art und Weise der Interaktion von Arrestin und GPCR hängt entscheidend vom jeweiligen Bindungsstadium ab. Ein tiefergehendes Verständnis des Zusammenwirkens von Arrestin und GPCR ist notwendig, um künftig noch nebenwirkungsärmere Medikamente entwickeln zu können.
Fast die Hälfte aller heute verschriebenen Arzneimittel entfaltet ihre Wirkung über sogenannte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR). Diese Membranproteine übernehmen im gesamten Organismus die Steuerung sensorischer und physiologischer Reaktionen auf einen Reiz, beispielsweise beim Sehen und Schmecken oder bei der Regulation der Herzfrequenz.

Ansprechpartner:
Dr. Martha Sommer
Institut für Medizinische Physik und Biophysik/ Leiterin AG Arrestin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Tel. +49 30 450 524 200
martha.sommer@charite.de

Presseveröffentlichung vom 21.02.2017

Quelle

Deep Learning sagt Entwicklung von Blutstammzellen voraus
Nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Ähnliche Beiträge

Menü