Meterlang ist der Erbgutfaden, der in jeder Zelle des Körpers steckt. Die Zellen müssen ihn sauber und ordentlich in einem Kern von nur fünf Mikrometern Durchmesser verstauen. Das funktioniert dank einer kunstvollen Falttechnik, durch die ein räumliches Zusammenspiel zwischen Genen und ihren Schaltern entsteht – mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Ein internationales Team stellt nun in der Fachzeitschrift Nature eine neue Methode vor, mit der sich die dreidimensionale Topographie des gesamten Genoms kartieren lässt. Das „Genome Architecture Mapping“ (GAM) ist eine neue Methode, mit deren Hilfe Forscherinnen und Forscher diese Kontaktpunkte jetzt besser bestimmen können. Dabei gefrieren sie Gewebe oder Zellen zuerst und schneiden sie in hauchdünne Scheiben. Dann können sie die winzige DNA-Menge in den Schnitten einzelner Zellkerne sequenzieren. Dank eines Algorithmus namens SLICE können sie dann jene Regionen auf der DNA identifizieren, die bevorzugt miteinander interagieren.

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Ana Pombo
Gruppenleiterin Epigenetische Regulation und Chromatinstruktur
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
Berlin
Tel. +49 30 9406 1755
Ana.Pombo@mdc-berlin.de

Presseveröffentlichung vom 08.03.2017

Quelle

Biologische Systeme mit Lichtschalter
Neue Biosensoren für Gewässerkontrolle

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