Künstliche Magnetfelder für Photonen

Lichtteilchen reagieren normalerweise nicht auf Magnetfelder. ETH-Forscher haben jetzt gezeigt, wie man Photonen dennoch mit elektrischen und magnetischen Feldern beeinflussen kann. Der Ansatz beruht nicht auf einer ausgefeilten Struktur des optischen Materials, sondern auf der Nutzung sogenannter Polaritonen. Wenn Photonen in ein Material eindringen, dessen Elektronen sich von den Lichtwellen verschieben oder «polarisieren» lassen, so bilden sie Polaritonen, also aneinander gekoppelte Licht- und Polarisierungswellen. Letztere sind auch als Exzitonen bekannt, in denen ein Elektron und ein «Loch», also ein fehlendes Elektron in der Energiestruktur, durch die elektrische Anziehungskraft aneinander gebunden sind. In Zukunft könnten mit dieser Methode starke künstliche Magnetfelder für Photonen erzeugt werden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ataç Imamoğlu
Department of Physics
Institut für Quantenelektronik der ETH Zürich
Tel. 41 44 633 45 70
imamoglu@phys.ethz.ch

Presseveröffentlichung vom 09.03.2017

Quelle

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