CeBIT Innovation Award 2017 verliehen

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat den „CeBIT Innovation AWARD 2017“ verliehen – für eine Smartphone-App, die Pflanzenschäden schnell erkennt. Sie soll vor allem in Entwicklungsländern eingesetzt werden, um Ernteerträge zu verbessern.

Clevere Lösungen für die digitale Welt: Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich um den „CeBIT Innovation AWARD 2017“ beworben, einen Preis für besonders anwendungsorientierte und innovative IT-Konzepte. Die App „Plantix“ hat die Jury besonders überzeugt. Sie wurde entwickelt von einem aus Niedersachsen stammenden Team um Simone Strey und Pierre Munzel. Die beiden gehören zu dem Unternehmen „PEAT“, das digitale Lösungen für Probleme in Landwirtschaft und Umwelt erarbeitet.

Sie konnten zeigen, wie sich technische Finesse einer Erfindung mit praktischem Nutzen für die Gesellschaft verbinden lässt. In ihrer App „Plantix“ helfen maschinelle Lernalgorithmen den Nutzerinnen und Nutzern dabei, kranke und von Schädlingen befallene Pflanzen zu erkennen. Möglich wird das durch ein eine kontinuierlich wachsende Bilddatenbank, die es erlaubt, Bildmuster zu vergleichen. Zudem werden wertvolle Tipps zur korrekten Behandlung und Pflege der Pflanzen gesammelt und weitergegeben.

Die niedersächsischen Entwickler haben sich zum Ziel gesetzt, die weltweit größte Datenbank zur Erkennung von Pflanzenschäden aufzubauen – um Landwirten, Kleinbauern und Gartenfreunden dabei zu helfen, ihre Pflanzen zu schützen.

Der “CeBIT Innovation AWARD 2017” wurde zudem an drei weitere Projekte verliehen:

2. Platz: “PuttView” ist eine Anwendung, die es Golfspielerinnen und Golfspielern ermöglicht, beim Putten die ideale Linie mit dem tatsächlichen Weg des gespielten Balls vergleichen zu können und unmittelbares Feedback zur Schlagausführung zu erhalten. Sie wurde entwickelt von Lukas Posniak, Christoph Pregizer und Nicolas Schopf von der Hamburger Viewlicity GmbH.
3. Platz: “SYOD” eröffnet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit, geschäftliche und private Daten genauso wie Apps auf dem eigenen Endgerät sicher zu nutzen. Denn in vielen kleinen Unternehmen benutzen die Mitarbeiter die eigenen Smartphones und Tablets – ohne dass ein sicherer Umgang damit garantiert werden kann. “SYOD” wurde entwickelt von der in Saarbrücken ansässigen Backes SRT GmbH von den Entwicklern Fabian Bendun, Sven Obser und Philipp von Styp-Rekowsky.
4. Platz und Sonderpreis “Digitales Lehren & Lernen”: “SenseBox” ist ein Technikbaukasten für die Messung von Umweltdaten. Mit ihr werden die Bürgerinnen und Bürgerin zu Forschern in eigener Sache. Die Entwickler der “SenseBox” sind Thomas Bartoschek, Jan Wirwahn und Sergey Mukhametov.

(Quelle)

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