Analyseverfahren unterscheidet Biomilch und konventionelle Milch

Einem Team von Dresdner Lebensmittelchemikern unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Henle ist es gelungen, ein neues Verfahren zur Unterscheidung von “konventioneller” und “ökologisch” erzeugter Milch (Bio-Milch) zu entwickeln. Kühe, die konventionell gefüttert werden, erhalten in der Regel Kraftfutter, welches mehr oder weniger stark erhitzt wurde. Durch das Erhitzen entstehen Verbindungen, sogenannte Glykierungsprodukte (Verbindungen aus der Reaktion von Zucker mit Proteinen), die in der Milch messbar sind. Kühe, die ökologisch gefüttert werden, erhalten überwiegend Gras, Silage oder ähnliches – also Futter, welches nicht erhitzt wurde. Entsprechend enthält die Milch dieser Tiere viel weniger Glykierungsprodukte. Mit ihrer Arbeit wollen die Wissenschaftler langfristig neue Parameter zur Beurteilung der Frage „Was ist artgerechte Ernährung?“ zur Diskussion stellen.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Thomas Henle
Technische Universität Dresden
Fachrichtung Chemie und Lebensmittelchemie
Lehrstuhl für Lebensmittelchemie
Dresden
Tel. +49 351 46334647
Thomas.Henle@chemie.tu-dresden.de

Presseveröffentlichung vom 17.03.2017

Quelle

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