Neuer Stoffwechsel-Sensor kann Hinweise auf Entartung von Zellen geben

Eine Drehscheibe im Stoffwechsel ist der Citratzyklus, der beim Abbau der Nahrungsstoffe Energie und Bausteine für Synthesen in der Zelle bereitstellt. Ein Zwischenprodukt des Zyklus, das 2-Oxoglutarat, hat sich als zentrales Bindeglied und Stellschraube zwischen dem Kohlenstoffkreislauf und der Proteinherstellung erwiesen. Sein Pegelstand entscheidet darüber, wann und wie sich eine Zelle spezialisiert oder ob sie entartet, was zur Entstehung von Krebs führen kann. Wie sich die Konzentration an 2-Oxoglutarat zeitabhängig verändert, ließ sich bisher nur unzureichend verfolgen. Damit haben sich Forscherinnen und Forscher des Interfakultären Instituts für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Karl Forchhammer in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Krebsforschung und der Universität Heidelberg näher befasst. Nun ist es ihnen gelungen, einen Sensor für 2-Oxoglutarat zu entwickeln, der die Konzentration direkt in der Zelle misst.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Karl Forchhammer
Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin Universität Tübingen
Tübingen
Tel. +49 7071 29-72096
karl.forchhammer@uni-tuebingen.de

Presseveröffentlichung vom 03.05.2017

Quelle

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