Wie Zugvögel das Längengrad-Problem lösen

Auf ihren oft mehrere tausend Kilometer langen Flügen navigieren Zugvögel erstaunlich präzise. Sie orientieren sich mit Hilfe des Sonnenstands, der Sterne und des Erdmagnetfelds. Bisher konnten Wissenschaftler so erklären, wie Vögel ihre Kompassrichtung und ihre Nord-Süd-Position bestimmen können. Aber wie sie ihre Ost-West-Position feststellen, war seit Jahrzehnten eines der größten Rätsel der Zugvogelforschung. Das Forscherteam aus Oldenburg, Rybachy und St. Petersburg (beides Russland) sowie Bangor (Wales) hat nun gezeigt, dass erwachsene Teichrohrsänger die sogenannte magnetische Deklination ermitteln. Das heißt: Die Vögel nehmen den Winkel wahr, mit dem der magnetische Nordpol vom geografischen Nordpol abweicht.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Henrik Mouritsen
Forschungszentrum Neurosensorik
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Tel. +49 441 / 798 3081
henrik.mouritsen@uni-oldenburg.de

Presseveröffentlichung vom 24.08.2017

Quelle

Individuelle Gebäudehülle aus dem Drucker
Virtual Reality für Film- und Theaterproduktionen

Ähnliche Beiträge

Menü